„Stimmung sehr angespannt“: Verdi ruft Postbank-Beschäftigte zum Streik auf
Kunden der Postbank in Hamburg müssen Ende der Woche mit Einschränkungen rechnen: Die Gewerkschaft Verdi ruft am 30. April und 2. Mai Postbank-Beschäftigte in Hamburg zu ganztägigen Warnstreiks auf. Filialen könnten an diesen Tagen geschlossen bleiben.
Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt, so Verdi. Nach dem ergebnislosen Auftakt der Verhandlungen kritisiert Verdi das Angebot der Arbeitgeber: Nach fünf Monaten ohne Gehaltserhöhung seien lediglich zwei Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten vorgesehen. Aus Sicht der Gewerkschaft ist das deutlich zu wenig.
Verdi fordert acht Prozent mehr Gehalt für Postbank-Beschäftigte
Verdi fordert stattdessen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro zusätzlich im Monat. So sollen gestiegene Lebenshaltungskosten ausgeglichen und die hohe Arbeitsbelastung ausgeglichen werden.
Doch der Gewerkschaft geht es nicht nur ums Geld. In der Belegschaft wächst auch die Unsicherheit über die Zukunft der Postbank – sie gehört zur Deutschen Bank. Laut Verdi verunsicherten seit Jahren Filialschließungen und der Umbau zu Beratungsfilialen die Beschäftigten – auch in Hamburg. Zuletzt stellte im Februar eine Filiale in Langenhorn den Betrieb ein.
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„Die Stimmung in der Belegschaft ist sehr angespannt“, sagt ein Mitarbeiter beim Postbank-Filialvertrieb. Während die Arbeitsbelastung und die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz hoch seien, fehlten langfristige Sicherheit und Wertschätzung. Mit dem Warnstreik wolle man nun ein klares Signal senden. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 18. Mai in Frankfurt stattfinden. (mp)
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