Hamburg

„Steuererklärung mit einem Klick“: Wer das jetzt in Hamburg nutzen kann

Hand hält Smartphone mit MeinELSTER+ vor Laptop mit ELSTER-Webseite und Kaffeetasse.
Seit Juli können ausgewählte Bürgerinnen und Bürger die „Steuererklärung mit einem Klick“ nutzen. (Symbolbild)

Die Steuererklärung soll für Hamburger deutlich einfacher werden – durch zwei neue Verfahren. Doch nicht alle können sie nutzen.

Die Steuererklärung soll einfacher werden – zumindest für einen Teil der Bürgerinnen und Bürger. Denn seit Juli gibt es bundesweit das neue digitale Elster-Angebot „Steuererklärung mit einem Klick“. Auch ausgewählte Hamburger können es nutzen.

Bei dem neuen Angebot stellt das Finanzamt die bereits bekannten Daten aus dem Elster-Konto zusammen. Daraus wird dann ein Vorschlag für die Steuererklärung erstellt. Wer mit dem Vorschlag einverstanden ist, kann diesen digital bestätigen – und die Steuererklärung mit nur einem Klick einreichen. Zudem können die vorhandenen Daten bei Elster wie gewohnt bearbeitet und ergänzt werden.

Nicht alle profitieren von dem Pilotprojekt

Zum Start richtet sich das Angebot allerdings nur an ausgewählte Gruppen. Dazu gehören Alleinstehende, kinderlose Arbeitnehmer, Rentner und Beziehende von Alterseinkünften mit einfachen steuerlichen Verhältnissen.

Voraussetzung für die Leistung ist ein aktives Elster-Konto sowie die App „MeinELSTER+“. Nach Angaben der Finanzbehörde können deutschlandweit rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige den neuen Service nutzen.

Dressel: Steuererklärung bis 2030 vollständig digitalisieren

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sieht darin einen Schritt hin zu einer vollständig digitalen Steuererklärung. In Hamburg wurden im ersten Halbjahr 2026 bereits 83,25 Prozent der Steuererklärungen elektronisch eingereicht. Außerdem wurden 22,78 Prozent der Einkommensteuerfälle vollautomatisch bearbeitet. „Bis 2030 sollte es uns gemeinsam gelingen, die Steuererklärung vollständig zu digitalisieren und verbindlich für alle Steuerpflichtigen zu machen“, so Dressel in einer Mitteilung.

Zweites Pilotprojekt in Hamburg-Ost 

Für Menschen ohne Elster-Zugang läuft in Hamburg bereits ein zweites Verfahren, nämlich das Pilotprojekt „AMSEL“. Dabei verschickt das Finanzamt in geeigneten Fällen einen vorbereiteten Vorschlag für den späteren Steuerbescheid. Die Betroffenen können diesen per Antwortformular oder QR-Code bestätigen. Das Pilotprojekt „AMSEL“ wird in Hamburg im Finanzamt Hamburg-Ost bei rund 7000 Fällen erprobt.

Wer mit dem Vorschlag des Finanzamts nicht einverstanden ist, muss weiterhin selbst eine Steuererklärung abgeben – und zwar fristgerecht. Für die Steuererklärung 2025 endet die Frist am 31. Juli 2026. Sofern sie nicht von einem Steuerberater erstellt wird.

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