Hamburg

Sterbehilfeverein fordert Geld von Kusch-Erben

Roger Kusch steht in einem Sitzungssaal vor einer Holzrelief-Wand und blickt in die Kamera.
Roger Kusch war Mitgründer des Vereins Sterbehilfe und bis zu seinem Tod Mitte Mai dessen Präsident.

Nach dem Tod von Roger Kusch spitzt sich der Streit im Sterbehilfe-Verein weiter zu. Nun geht es um mögliche Geldforderungen gegen seine Erben.

Fast einen Monat nach dem Tod seines Mitgründers Roger Kusch prüft der Sterbehilfe-Verein Schadenersatzforderungen gegen dessen Erben. Auf einer Generalversammlung in Hamburg stimmte eine deutliche Mehrheit der Mitglieder dafür, den Vereinsvorstand um Kusch nicht zu entlasten – so will der Verein versuchen, das Geld von Kuschs Erben zurückzufordern.

Laut dem neuen Vorstand geht es dabei um mehrere zehntausend Euro, wie der NDR zuerst berichtete. Diese soll Kusch eigenmächtig für private Zwecke genutzt haben. Medienberichten zufolge soll er auch eine Wohnung in St. Georg auf Vereinskosten renoviert haben.

Kusch war zischen 2001 und 2006 CDU-Justizsentaor in Hamburg. Später war er Mitgründer des Vereins Sterbehilfe e.V. und bis Mitte Mai dessen Präsident. Mit seiner Abwahl wurde das Zerwürfnis innerhalb des Vereins öffentlich. Nach Angaben des Vorstands zahlte der Verein bereits rund 400.000 Euro wegen juristischer Auseinandersetzungen mit Kusch.

Mitglieder geben neuen Präsidenten Mitverantwortung

Nur wenige Tage nach seiner Abwahl nahm sich Kusch das Leben. Einige Mitglieder sehen darin eine direkte Folge der Entwicklungen im Verein und geben dem neuen Präsidenten Martin Goßmann eine Mitverantwortung.

Auf der Versammlung stellte sich eine Mehrheit hinter den neuen Vorstand. Doch die neue Führung muss das Vertrauen vieler Mitglieder erst wieder zurückgewinnen. (mp)

Hilfe in schweren Stunden
Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Hier finden Sie Beratungs- und Seelsorgeangebote:
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