Besucher betrachten Exponate im Erotic Art Museum auf St. Pauli (Archivbild).

Besucher betrachten Exponate im Erotic Art Museum auf St. Pauli (Archivbild). Foto: picture alliance / Axel Heimken/dpa | Axel Heimken

Kiez-Institution braucht dringend Hilfe – sonst droht sofort das Aus

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Das letzte Erotic Art Museum Deutschlands steht vor dem Aus. Der Grund: Betreiber Ekkehart Opitz kann die Rückforderungen von Corona-Hilfen nicht stemmen. Ein Spendenaufruf soll nun das Museum auf St. Pauli retten.

Seit 2018 betreibt Opitz das Museum – ohne institutionelle Förderung. Neben Ausstellungen finden dort Lesungen, Konzerte und kulturelle Diskussionen statt. Während der Pandemie erhielt das Museum Mittel aus dem Programm „Neustart Kultur“. Damit finanzierte der Betreiber den Bau von Abstandsflächen, Desinfektionsstationen und Bodenmarkierungen.

St. Pauli: 600 Euro, um das Erotic Art Museum zu retten

Jahre später hat die Hamburgische Investitions- und Förderbank diese Investitionsförderung jetzt mit Überbrückungshilfen verrechnet. „Die geforderte Summe übersteigt bei weitem meine Möglichkeiten. Ich bin am Boden zerstört“, schreibt Opitz auf einer Spenden-Plattform. Die wirtschaftliche Konsequenz wäre eine sofortige Schließung.

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Doch um den Betrieb auf St. Pauli zu retten, sammelt Opitz auf der Plattform „GoFundMe“ Spenden. Das Ziel: 2600 Euro. Bis Montagmittag sind bereits mehr als 2000 Euro eingegangen, darunter mehrere Einzelspenden über 100 Euro. Ein Aus wäre in diesem Jahr besonders bitter: Die Reeperbahn feiert ihr 400-jähriges Bestehen – das Museum hat bereits ein umfangreiches Kulturprogramm geplant. (mp)

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