Spritpreis

Die Spritpreise sind trotz oder wegen der Gesetzesänderung gestiegen. Foto: dpa | Sebastian Kahnert

Spritpreise: Wann Tanken jetzt am günstigsten ist

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Wer über Ostern mit dem Verbrenner-Auto unterwegs war, machte dicke Backen: Die neue Tankregel hatte offenbar zur Folge, dass die Spritpreise sich überhaupt nicht bewegten und dauerhaft hoch blieben. Für einen Liter Super E10 wurden am Samstag 2,184 Euro je Liter fällig, Diesel war sogar noch deutlich teurer. Der ADAC hat einen Rat, wann Autofahrer jetzt tanken sollten, um den günstigsten Preis zu bekommen.

Seit einer Woche etwa dürfen die Spritpreise an deutschen Tankstellen nur noch einmal am Tag steigen – um 12 Uhr. Wie sich das auswirkt, zeigen die ersten Tage: Der Preis ist bisher nur weiter nach oben gewandert und das gerade wegen der neuen Tankregel! Die Befürchtung des ADAC, dass Mineralölkonzerne die einmal tägliche Erhöhungsmöglichkeit für einen Risikozuschlag nutzen könnten, bestätigt sich also zusehends.

ADAC: Um diese Uhrzeit ist Tanken am günstigsten

Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 lag am 5. April um 11.45 Uhr noch bei 2,168 Euro. Um 12.15 Uhr stieg der durchschnittliche Literpreis für diesen Kraftstoff auf 2,239 Euro pro Liter und damit um 7,1 Cent. Diesel war noch stärker betroffen und stieg durchschnittlich um 7,3 Cent von 2,415 Euro pro Liter auf 2,488 Euro.

Der ADAC geht davon aus, dass besonders der Vormittag vor dem möglichen Erhöhungszeitpunkt der günstigste Moment zum Tanken ist. Das zeigt die Erfahrung aus Österreich, wo die Regelung schon seit 15 Jahren gilt. Im Nachbarland sind sie zwischen 10 Uhr und kurz vor 12 Uhr am niedrigsten. Zwischen 12 und 14 Uhr ist es dort in der Regel am teuersten.

Tanken durch neue Regelung nicht billiger

So hat laut ADAC die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert. Stattdessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert: „Den Namen „Preisbremse“ hat es damit nicht verdient, stattdessen ist es eher kontraproduktiv.“

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Die bisherigen ADAC-Marktbeobachtungen an über 14.000 Tankstellen hatten Preisschwankungen von rund 13 Cent je Liter im Tagesverlauf gezeigt. Vergangenes Jahr waren die Spritpreise morgens zwischen 7 und 8 Uhr am höchsten und abends zwischen 19 und 20 Uhr am niedrigsten.

Der Club fordert vor diesem Hintergrund das Bundeskartellamt sowie die Länderbehörden zum Handeln auf: „Mit der Beweislastumkehr können die Behörden jetzt eingreifen und sollten das auch ohne zu zögern tun.“

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