An einigen Hamburger Tankstellen, etwa an der Bundesstraße in Eimsbüttel, liegt der Liter Super bereits über der 2-Euro-Marke.

An einigen Hamburger Tankstellen, etwa an der Bundesstraße in Eimsbüttel, liegt der Liter Super bereits über der 2-Euro-Marke. Foto: Florian Quandt

Spritpreise steigen weiter – Super in Hamburg klettert über kritische Marke

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Der Krieg im Nahen Osten treibt die Rohölpreise nach oben – und damit auch Tanken und Heizen. Am Dienstag setzt sich der Preisanstieg fort, wie erste ADAC-Daten zeigen. An einigen Hamburger Tankstellen liegt der Liter Super bereits über der 2-Euro-Marke.

Der Iran-Krieg lässt die Preise für Sprit und Heizöl weiter steigen. Am Morgen setzte sich der Anstieg der vergangenen Tage fort, wie Daten des ADAC und von Heizoel24 zeigen. Voraussichtlich würden Benzin und Diesel im Tagesverlauf noch einmal um einige Cent im Vergleich zum Montag steigen, sagte ein ADAC-Sprecher. Das ließen zumindest die ersten Werte vom Morgen erahnen. 

Spritpreise steigen weiter: Super in Hamburg bei 2 Euro

Schon am Montag kletterten die Spritpreise deutlich nach oben. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete Super E10 1,839 Euro pro Liter – ein Anstieg um 6,1 Cent im Vergleich zum Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation im Nahen Osten. Das war der höchste Wert seit Mai 2024. Diesel verteuerte sich um 7 Cent auf 1,816 Euro, den höchsten Stand seit Oktober 2023.

Nimmt man die Tankstellen einzeln unter die Lupe, wird der Preisanstieg noch deutlicher: Am Dienstagmorgen kostete ein Liter Super E10 in Hamburg, etwa an der Shell-Tankstelle an der Bundesstraße in Eimsbüttel, teilweise sogar 1,949 Euro, Diesel lag bei 1,959 Euro. Bei Super E5 überschritt der Preis dort bereits die 2-Euro-Marke.

Diesel ist krisenanfälliger

„Diesel reagiert erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege. Die Preisausschläge – sei es nach oben oder unten – sind daher meist stärker“, erklärte der Kraftstoffmarkt-Experte des ADAC, Christian Laberer.



Der aktuelle Anstieg der Spritpreise ist zwar deutlich, in der jüngeren Vergangenheit aber nicht ohne Vergleich. Zu Beginn des Ukraine-Krieges vor vier Jahren hatte sich Diesel binnen gut zwei Wochen um mehr als 60 Cent pro Liter verteuert. E10 stieg damals um rund 50 Cent. Auch bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran im Juni vergangenen Jahres hatte sich Sprit deutlich verteuert, Diesel stieg damals um rund 10 Cent. 

Heizöl steigt ebenfalls weiter

Auch wer zum Ende der Heizsaison seinen Öltank füllen muss, hat aktuell ein Problem. Die Seite Heizoel24 gab den Preis für 100 Liter am Morgen mit knapp 123 Euro an. Das waren noch einmal gut 4 Euro mehr als am Montag. Noch am Freitag hatte der Preis unter 100 Euro gelegen. 

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Hintergrund des weiteren Anstiegs an den Tankstellen und beim Heizöl dürfte der Ölpreis sein, der weiter zulegte. Er ist – in Kombination mit dem Dollarkurs – typischerweise der wichtigste Treiber für Veränderungen bei Sprit und Heizöl. Die Eskalation des Konflikts treibt den Ölpreis unter anderem auch deswegen, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung kann die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Spritpreisvergleich überlastet

Wer beim Tanken sparen will, sollte die morgendliche Preisspitze meiden und die Preise verschiedener Tankstellen vergleichen, rät der ADAC. Gerade in Krisenzeiten mit viel Bewegung gebe es auch große Unterschiede. Diesen Rat befolgen offenbar viele Menschen. Am Sonntag hatten laut ADAC fünfmal so viele Menschen den Spritpreisvergleich des Verkehrsclubs genutzt, was ihn zwischenzeitlich überlastete. Auch am Montag sei es noch zu kürzeren Aussetzern gekommen. Inzwischen habe man aber die Serverkapazitäten angepasst, sagte ein Sprecher. (mp/dpa)

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