Pro-kurdische Demo am Hauptbahnhof: Pfefferspray gegen Polizeikräfte
Großdemo in der Innenstadt: Am Dienstagnachmittag haben sich am Hachmannplatz direkt neben dem Hauptbahnhof Hunderte pro-kurdische Demonstrierende versammelt. Es kam am Rand zu Auseinandersetzungen.
Nach Angaben der Polizei kamen die Teilnehmenden ab 15.45 Uhr zunächst unangemeldet zusammen, die Zahl wuchs innerhalb einer Stunde auf „vierstellige Höhe“ an. Gegen 16.45 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Gänsemarkt in Bewegung und wurde im Nachgang offiziell angemeldet.
Die Demo wurde von der Polizei begleitet. Am Jungfernstieg kam es zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern und anderen Personen am Rand des Demonstrationszuges. Als Einsatzkräfte der Polizei diese unterbinden wollten, wurden laut Auskunft der Polizei mehrere von ihnen durch Pfefferspray leicht verletzt. Fünf Rettungswagen waren im Einsatz. Eine Person, die mutmaßlich Pfefferspray eingesetzt hat, wurde vorläufig festgenommen. Zudem wurden zwei Platzverweise erteilt.
Die Demo endete zunächst am Gänsemarkt. Später zogen die Demonstranten ohne weitere Vorkommnisse weiter in Richtung St. Pauli.
Hintergrund der Demo sind Attacken auf Kurden in Syrien
Hintergrund der Demonstration ist die erneut eskalierende Lage in Syrien zwischen der kurdischen Minderheit im Norden des Landes und dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa sein. Nach der Vertreibung der SDF aus Aleppo rücken die Truppen von Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa nun entlang des Euphrats gegen weitere kurdisch kontrollierte Gebiete vor, nahmen zuletzt Tabqa ein und stehen vor Rakka.
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Eine vereinbarte politische und militärische Integration der Kurden in den syrischen Staat ist bisher nicht umgesetzt, während die USA sich derzeit militärisch zurückhalten und auf Gespräche drängen. (apa)
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