So viele Schulhöfe in Hamburg sind offen für alle – doch es gibt Schattenseiten
Die Bildungs- und Familienbehörde hat ausgewertet, welche Schulhöfe und Sporthallen in Hamburg außerhalb der Schulzeiten für die Allgemeinheit zugänglich sind. Das Ergebnis ist erfreulich. Dennoch hat das Angebot auch Schattenseiten.
Viele Schulhöfe und Schulspielplätze in Hamburg sind für alle zugänglich – sofern kein Unterricht oder Ganztagsbetrieb läuft. Von 326 ausgewerteten Schulen sind 58 Prozent der Grundschulen, 72 Prozent der Gymnasien und sogar 82 Prozent der Stadtteilschulen geöffnet. Eine Übersicht aller Schulhöfe finden Sie hier.
Die große Mehrheit der Schulen öffnet ihre Spiel-, Sport- und Bewegungsflächen bis 20 Uhr. Ab 17 Uhr sind Sporthallen und -plätze für den Vereinssport freigegeben. Bildungssenatorin Ksenija Bekeris zeigt sich erfreut: „Ich freue mich, dass so viele Schulgelände am späteren Nachmittag, am Wochenende und in den Ferien für alle zugänglich sind. Sie sind ein wichtiger Spiel-, Freizeit- und Rückzugsort in einer urban geprägten Metropole.“
Vandalismus schränkt Angebot ein
Doch das Angebot hat auch Schattenseiten. Zwar setzt das städtische Unternehmen Schulbau Hamburg auf Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen wie elektronische Schließsysteme und Alarmanlagen. Dennoch verursachte Vandalismus an Schulen allein im Jahr 2025 Kosten von rund 2,65 Millionen Euro. „Leider erleben wir auf nicht wenigen Schulgeländen zunehmenden Vandalismus und Diebstahl“, warnt Bekeris und appelliert an die Bürger: „Liebe Nachbar:innen von Schulen, bitte halten auch Sie die Schulhöfe gerne im Blick, damit wir sie auch weiter offenhalten können.“
Partys, Lärm, Prostitution: Warum viele Schulhöfe nicht für alle zugänglich sind
Wenn Schulhöfe gar nicht geöffnet werden, hat das verschiedene Gründe – etwa Eigenbedarf für die Ganztagsbetreuung oder Beschwerden von Anwohnern wegen Lärm. Doch auch Alkohol- und Drogenkonsum, Partys auf dem Gelände oder sogar Prostitution spielen eine Rolle. Dazu kommen Vorfälle wie Brandstiftung, Einbrüche oder gefährliche Verschmutzungen – etwa durch Glasscherben.
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Weitere Gründe sind kaputte oder stark abgenutzte Spielgeräte, Bauarbeiten, ein fehlender Schließdienst in den Abendstunden sowie Aufenthalte von Obdachlosen.
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