Schauspielerin Mirja du Mont

Schauspielerin Mirja du Mont Foto: Imago

So viel Hamburg war selten – diese Hanseaten bekämpfen im Dschungelcamp ihre Ängste

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Für viele ist es eine lieb gewonnene Tradition im sonst ja oft recht drögen Januar. Weihnachtsmarkt, bunte Lichter, Familienfeiern – alles vorbei. Dann muss man es sich eben auf dem Sofa gemütlich machen und, nun ja, anderen Menschen dabei zusehen, wie sie Känguru-Hoden essen, sich in Glibbermasse und Kakerlaken wälzen und in abgedunkelten Särgen von Schlangen bezüngeln lassen. Denn: Am 23. Januar ist wieder RTL-Dschungelcamp! Und dieses Jahr sind besonders viele Teilnehmende aus Hamburg dabei. Die jeweils mit speziellen Ängsten kämpfen. Ein fixer MOPO-Check.

Mirja du Mont: Die „geile Alte“ mit der Angststörung

Beruflich ist die Ex von Schauspiel-Kollege Sky du Mont zwar auch oft in Österreich unterwegs. Aber Lebensmittelpunkt ist weiterhin Hamburg. Früher war Mirja du Mont (49) Playmate, hat mit Ex-Mann Sky zwei Kinder und war zuletzt in der Vorabendserie „Unter Uns“ und in der RTL-Show „Die Verräter“ zu sehen. Reality-Expertise ist also vorhanden. Aber ausgerechnet zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (IBES)? Gehen da nicht nur Leute hin, die etwas abgestürzt sind und dringend Geld benötigen?

„Also, da muss ich leider die Zuschauer dann enttäuschen. So ist es nicht“, erklärt die Hamburgerin im Interview mit der „Bild“. Im Gegenteil: Sie habe so viel zu tun dieses Jahr, genau deswegen wolle sie mitmachen. Damit niemand so unsinnige Dinge vermutet. Außerdem will sie ein Vorbild sein. Für Menschen mit Angststörungen. An einer solchen leidet sie nämlich seit 2018. Autofahren, S-Bahn, Einkaufen – alles war lange unmöglich. Nun, da es ihr etwas besser geht, will sie noch weiter raus aus ihrer Komfortzone – ab ins Dschungelcamp.

Beweisen will sie vor allem eins: „Dass ich vielleicht so eine geile Alte bin, wie ich denke, die ich bin. Das wäre eigentlich richtig cool.“ Und ihr Ex-Ehemann Sky du Mont, zu dem sie weiter eine gute Freundschaft pflegt, wie findet der das alles? „Meine Ex-Partnerin ist eine erwachsene Frau und ich werde ihre Entscheidungen nicht hinterfragen – das steht mir nicht zu“, sagte der 78-Jährige der Münchner „Abendzeitung“. Das Dschungelcamp habe er im Übrigen noch nie geschaut – bis jetzt zumindest.

Stephen Dürr: Vom Soap- zum Reality-„Star“

Schauspieler Stephen Dürr picture alliance / Eventpress
Schauspieler Stephen Dürr mit Mikro
Schauspieler Stephen Dürr

Vielen dürfte Stephen Dürr vor allem aus seiner Zeit bei der RTL-Vorabend-Soap „Unter Uns“ ein Begriff sein – allerdings war das deutlich vor der Kollegin du Mont. Bis 1996 spielte der heute 51-Jährige dort Till Weigel. Später gab es Rollen in der ARD-Klinikserie „In aller Freundschaft“, in der Daily Soap „Alles was zählt“, im „Polizeiruf“, „Tatort“ und weiteren Krimis. 2009 heiratete er Ehefrau Katharina, 2010 kamen ihre Zwillinge zur Welt. Mit der Familie lebt er weiter in Hamburg, nahm sich nach der Hochzeit eine bewusste Auszeit. Bis heute sieht er sich als „hauptberuflicher Papa“.

Seit 2016 allerdings scheint doch etwas Langeweile aufgekommen zu sein – immer wieder ist Dürr in Reality-Formaten zu sehen: Promi Big Brother, Sommerhaus der Stars, Kampf der Reality-Stars – da war wirklich alles dabei. Nun also die Krönung mit dem Königsformat des Reality-TVs: dem Dschungel. Seine größte Angst? Dürfte wohl sein, sich unnötig in Gefahr zu bringen, schließlich erlitt er 2012 beim TV Total Turmspringen eine üble Verletzung und musste intensivmedizinisch behandelt werden, kam in die Klinik und verklagte später die Produktionsfirma.

Umut Tekin – die romantische Krawallnudel

Reality-Star Umut Tekin picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Reality-Star Umut Tekin vor rotem Hintergrund
Reality-Star Umut Tekin

Seit geraumer Zeit hat das Dschungelcamp in gewisser Weise seine Unschuld verloren. Das mag für komplett Außenstehende erst einmal komisch klingen. Aber tatsächlich war das Format mal im besten Sinne „real“. Die leicht abgehalfterten Stars dort waren lange wirkliche Ex-Stars und benahmen sich – naja, so wie sie halt sind. Seit einigen Jahren aber wächst der Anteil der sogenannten „Reality-Stars“ – eine Bubble von Menschen, die nur durch solche Formate „berühmt“ wurden und eben so was wie Profis sind. Und als solche immer für reichlich Drama sorgen. Das sorgt für „Screentime“, also mehr Minuten, in denen sie zu sehen sind.

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Hier kommt der Hamburger Umut Tekin (28) ins Spiel. Seine Karriereschritte bisher sind Formate wie „Bachelorette“, „Temptation Island VIP“ oder „Sommerhaus der Stars“. Dort wurde er vor allem durch Romanzen, Drama und Streit bekannt. Unter anderem betrog er vor laufenden Kameras seine Freundin. Entsprechend entsetzt reagierten im Netz die Dschungel-Fans. Tekin selbst? Ficht das aber nicht an, wie er verkündete. Seine einzige Sorge: Er hat wirklich Angst vor Spinnen! Na dann: Viel Spaß im Dschungel.

Wie sich die Hamburger in Australien schlagen, ist vom 23. Januar bis 8. Februar täglich um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen.

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