So pünktlich sind Busse, U- und S-Bahnen in Hamburg wirklich

Blick auf die S-Bahn-Gleise im Hamburger Hauptbahnhof
Blick auf die S-Bahn-Gleise im Hamburger Hauptbahnhof

Wo bleibt nur mein Bus? Im Gegensatz zu den U- und S-Bahnen haben Busse den Nachteil, dass sie häufig keine eigene Fahrspur haben und deshalb auch mal im Stau stehen. Neue Zahlen der Verkehrsbehörde zeigen jetzt, wie pünktlich Hamburgs einzelne Verkehrsmittel wirklich sind – und welche S-Bahnlinien besonders negativ auffallen.

Ganz vorne liegt (wie immer) die U-Bahn, deren Pünktlichkeitsquote laut Verkehrsbehörde von Januar bis März 2025 im Durchschnitt bei 98 Prozent lag und damit um hauchdünne 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresvergleich.

So pünktlich sind Hamburgs S-Bahn-Linien im Jahr 2025

Ihr Niveau gehalten hat demnach die S-Bahn: Sowohl in den Monaten Januar bis März 2024 als auch Januar bis März 2025 fuhren im Durchschnitt circa 95,7 Prozent der Züge pünktlich. Seit 2023 ein neues S-Bahn-Liniennetz eingeführt wurde, steigerte das Unternehmen seine Pünktlichkeit um mehr als einen Prozentpunkt. Als pünktlich gelten S-Bahnen, wenn sie mit weniger als drei Minuten Verspätung abfahren. Ausgefallene Zugfahrten werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Laut HVV-Pünktlichkeitsmonitor war die zuverlässigste S-Bahn-Linie im März 2025 die S2, die zwischen Aumühle/Bergedorf und Altona pendelt. Dahinter kommt die Linie S1 (Airport/Poppenbüttel – Wedel/Blankenese). Auf den letzten Plätzen landen die berüchtigten Linien in den Hamburger Süden, die S5 (Stade – Elbgaustraße) und die S3 (Pinneberg – Neugraben). Wie S-Bahn-Chef Jan Schröder zuletzt im MOPO-Interview erklärte, ist vor allem die Strecke nach Buxtehude derzeit noch anfällig für Störungen. Das liege daran, dass dort auch Regional- und Güterzüge die Gleise nutzten und es viel mehr Bahnübergänge gebe.

So pünktlich fahren Hamburgs Busse im Jahr 2025

Eine positive Nachricht gibt es bei den Bussen, die traditionell immer ein wenig unpünktlicher sind als U- und S-Bahnen. Von den circa 1,4 Millionen Fahrten der Hochbahn waren von Januar bis März durchschnittlich 95,1 Prozent der Busse pünktlich. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den von den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) betriebenen 480.000 Busfahrten lag die Pünktlichkeitsquote im ersten Quartal bei 94,4 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 0,7 Prozentpunkten.

Trotz dieser kleinen Verbesserung bezeichnet Philipp Heißner, neuer verkehrspolitischer Sprecher der CDU, die Busse immer noch als ein „Riesenproblem in Hamburg“. „Allein im ersten Quartal 2025 waren über 100.000 Busse zu spät oder sind ausgefallen!“, sagt er auf MOPO-Nachfrage. Der Senat müsse endlich für deutliche Verbesserungen sorgen.

Die CDU hatte in der Vergangenheit bereits häufiger gefordert, die Pünktlichkeit der Busse ebenfalls in den HVV-Qualitätsmonitor einzubeziehen, der derzeit nur Daten über U- und S-Bahnen sammelt. Insgesamt transportierten Hamburgs Busse, S- und U-Bahnen im März 2025 um die 2,6 Millionen Fahrgäste. Das sind 32.000 mehr als ein Jahr zuvor.