So gefährlich ist Streusalz für Haustiere – und das können Sie tun
Erst der Lärm an Silvester, dann eisige Kälte – und nun wurde auch noch das Tausalz-Verbot gekippt. Hamburger Hunde und Freigänger-Katzen haben es gerade nicht leicht. Das Salz kann bei den Tieren zu starken Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und in ganz schlimmen Fällen sogar zum Tode führen. So schützen Sie Ihren Vierbeiner:
Wegen anhaltender Kälte und Schneefällen wurde am Dienstag das Verbot für das Streuen von Tausalz in Hamburg bis zum 21. Januar gekippt. So sollen die Wege barrierefrei gemacht und Stürze vermieden werden. Verboten war es bisher, weil es nicht nur schlecht für die Umwelt ist, sondern auch eine echte Gefahr für Tiere darstellt.
Andere Spazierwege nutzen, Signale ernst nehmen
Salz sowie der als Frostschutzmittel verwendete Alkohol Ethylenglykol können die empfindlichen Pfoten von Katzen und Hunden reizen. Sie führen zu Austrocknung, Rissen und Entzündungen. Im Fell zwischen den Ballen kann das Salz hängenbleiben und zu Beschwerden führen. Deshalb wird empfohlen, diese Bereiche bei Hunden von Fell zu befreien. Besonders gefährlich wird es, wenn Hunde das Salz von ihren Pfoten lecken oder Katzen es beim Putzen in ihrem Fell verteilen. Denn schon kleine Mengen von Salz können bei oraler Aufnahme die kleinen Körper so sehr belasten, dass es zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und in schweren Fällen zu schweren Vergiftungen bis zum Tod kommen kann.
Hundehaltern wird daher zu einer ganzen Reihe von Maßnahmen geraten, um die Gefahr zu minimieren: Pfotenbalsam oder Wachs vor Spaziergängen auftragen, die Pfoten danach mit warmem Wasser waschen. Bei sehr empfindlichen Hunden oder langen Spaziergängen können Sie auf Hundeschuhe zurückgreifen, wenn Sie Ihren Hund langsam daran gewöhnen. Meiden Sie die salzigen Wege, wenn möglich, und verlegen Sie Ihre Gassirunden auf Nebenstraßen, in Parks und auf verschneite, ungeräumte Wege.
Lassen Sie Ihren Hund nicht am Straßenrand lecken. Verzichten Sie bei starkem Frost auf lange Spaziergänge und verteilen Sie Ihre Gassizeit auf mehrere kleine Runden. Nehmen Sie Warnzeichen wie starkes Pfotenlecken oder Humpeln, Rötungen, Risse oder Schwellungen und einen plötzlichen Widerwillen, zu laufen, ernst.
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Für Katzenhalter ist eine Kontrolle der Spazierwege ihres Tieres nicht so einfach und Pfotensalbe wird oft abgeleckt. Daher ist es wichtig, die Pfoten nach dem Freigang abzuwischen, Symptome wie übermäßiges Lecken der Pfoten, Lahmheit, Rötungen oder Hautrisse zu beobachten, den Bereich um das eigene Haus nicht mit Salz zu streuen und einen dauerhaften Zugang ins Haus zu gewährleisten.
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