Skurriler Wettbewerb: Wer reißt mehr Steine raus – Hamburg oder Bremen?
Grün statt Asphalt – für ein besseres Klima: Nach einem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr ruft die Hamburger Umweltbehörde erneut zum großen „Abpflastern“ auf. Bei dem Wettbewerb geht es darum, möglichst viele gepflasterte Flächen in der Stadt zu entsiegeln.
Hamburg und Bremen treten in einem ungewöhnlichen Nordderby gegeneinander an: Welche Stadt schafft es, pro Kopf mehr Asphaltfläche durch begrünte Böden zu ersetzen? Bereits im vergangenen Jahr hatte die Hamburger Umweltbehörde zu der Aktion „Abpflastern“ aufgerufen.
„Abpflastern“-Wettbewerb startet in die nächste Runde
Auf einer Plattform konnten Grundstücksbesitzer ehemals versiegelte Flächen, die sie begrünt haben, als Wettbewerbseintrag einreichen. Mehr als 5400 Quadratmeter wurden dadurch 2025 in Hamburg entsiegelt, wie die Umweltbehörde mitteilte. Nun startet der Wettbewerb in die nächste Runde.

„Mit dem Anpfiff zur zweiten Runde rufen wir jetzt das Nordderby aus“, so Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Klimaanpassung sei ein Mannschaftssport: „Wenn wir graue Pflastersteine gegen frisches Grün eintauschen, kann das Regenwasser besser versickern, die Kanalisation wird entlastet und unser Stadtklima profitiert enorm“, so die Grünen-Politikerin.
Entpflasterte Böden sorgen für besseres Klima
Bis zum 31. Oktober läuft der Wettbewerb, bei dem Privatpersonen und Unternehmen mitmachen können. Dabei geht es nicht nur um den Wettkampf zwischen den beiden Hansestädten. Auch innerhalb Hamburgs sollen diejenigen geehrt werden, die bis Wettbewerbsende die größte Fläche entsiegelt haben.
Es gibt drei Kategorien, in denen Preise vergeben werden: Der Bezirk mit der größten entsiegelten Gesamtfläche erhält den „Goldenen Spaten“. Auf Stadtteilebene gibt es für diese Leistung die „Goldene Gießkanne“ als Auszeichnung. Die „Goldene Harke“ geht an die Privatperson sowie das Unternehmen, das die größte Fläche entsiegelt hat. Gemeldet werden können die entsiegelten Flächen ab sofort an abpflastern@bukea.hamburg.de.
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Bremens Umweltsenatorin Henrike Müller (Grüne) ergänzt, es gehe „um echtes Wohlfühlen vor der eigenen Haustür – weniger Hitze, Regenwasser kann besser versickern, Plätze und Straßen werden wieder zu Orten, an denen man gerne Zeit verbringt.“ Am Ende würden alle profitieren – „es gibt dabei nur Gewinner:innen.“ (mp)
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