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  • Foto: Rene Schröder 

Sitzblockade in Hamburg : Demonstranten protestieren gegen Technologiekonzern

Erneuter Protest vor der Hamburger Niederlassung des Großkonzerns Siemens: Am Freitagabend hat es gegen 16 Uhr eine Sitzblockade von der Gruppe „BlockSiemens“ gegeben. Auslöser für die Proteste ist die Beteiligung des Technologie-Konzerns an einem umstrittenen Kohle-Projekt in Australien. 

Etwa 150 Personen versammelten sich nach Informationen des Polizei–Lagedienstes vor dem Konzerngebäude und blockierten die Zufahrten. Mit lautstarken Parolen forderten sie das Unternehmen auf, sich von dem Kohleprojekt „Adani“ zurückzuziehen. Gegen 16.15 blockierten sie erst den Haupteingang des Gebäudes, später zogen sie zum Kreuzungsbereich im Bereich Lindenplatz weiter. 

“Wir haben letztes Jahr jeden Freitag die Schule bestreikt und für unsere Zukunft demonstriert. Aber Konzernen wie Siemens sind unsere Argumente egal. Deswegen werden unsere Aktionen jetzt krasser.”, sagt Jan Ohe (17) von #BlockSiemens.

Um 18.00 Uhr löste sich die Gruppe langsam auf. Um 18.45 Uhr war die Aktion dann beendet. 

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Nach Polizei-Informationen verlief der Protest ohne große Zwischenfälle. Aus einer Pressemitteilung der Aktivisten geht hervor, dass offenbar ein Demonstrant aus noch ungeklärten Gründen von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde. 

Protest in Hamburg: Siemens beteiligt sich an Kohle-Projekt

Siemens ist bei Klimaschützern in die Kritik geraten, da sich der Konzern entschieden hat, bei einem lukrativen Kohleprojekt in Australien mitzuwirken. Siemens will eine Zugsignalanlage für ein Kohlebergwerk liefern. Die indische „Andani-Group“ will dort eines der größten Kohlebergwerke aufbauen, das pro Jahr um die 60 Millionen Tonnen Kohle fördern soll. (maw)

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