Tänzer bei der Altonale 2025. Das Kulturfestival kämpft nun ums Überleben.

Tänzer bei der Altonale 2025. Das Kulturfestival kämpft nun ums Überleben. Foto: Altonale/ Thomas Panzau

Sinkende Einnahmen, steigende Kosten: So steht es um die Altonale

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„Die Sorge ist sehr groß”, sagt Heike Gronholz, Geschäftsführerin der Altonale GmbH. Für das kommende Jahr droht dem Festival das Aus: Sponsorengelder und Anzeigenverkäufe sinken, Kosten für Sicherheit und Energie steigen und bisherige öffentliche Mittel reichen nicht aus. Wie die Zukunft des Festivals gerettet werden kann:

Grund für die Sorge: eine strukturelle Unterfinanzierung. Jährlich erhält das Festival rund 185.000 Euro öffentliche Förderung – das deckt jedoch nur rund 20 Prozent der Kosten. Den Großteil muss das Festival selbst erwirtschaften – vor allem über Sponsoren und Werbung, teilweise auch über Tickets auf „Pay-what-you-want“-Basis sowie über die Vermarktung von Standflächen.

„Für ein Festival dieser Größenordnung ist dieses Verhältnis strukturell hochriskant und unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr tragfähig”, so die Geschäftsführerin. Seit 2023 seien die Einnahmen – besonders Sponsorengelder und Anzeigenverkäufe – massiv eingebrochen: um rund 155.000 Euro im vergangenen Jahr. Gleichzeitig steigen die Kosten für Sicherheit, Technik, Energie und behördliche Auflagen deutlich.

Rund 34.500 Euro sind bereits zusammengekommen

Um die finanzielle Lücke der vergangenen drei Jahre zu mindern, eine nicht mehr auszugleichende Überschuldung abzubauen und keinen neuen Fehlbetrag aufzubauen, setzt die Altonale auf eine Online-Crowdfunding-Kampagne. Diese laufe laut Gronholz „zufriedenstellend”. Seit dem 26. März sind bereits rund 34.500 Euro zusammengekommen (Stand: 27. April). Das Finanzierungsziel von 90.000 Euro läuft noch bis Ende Juni.

Doch klar ist: Diese Hilfe ist nur kurzfristig. „Das grundlegende Problem bleibt bestehen“, heißt es von den Veranstaltern – ein dauerhaft tragfähiges Finanzierungsmodell fehle. Gemeinsam mit der Behörde für Kultur und Medien prüfen die Veranstalter aktuell Alternativen, doch die Möglichkeiten seien begrenzt. Eine Erhöhung der öffentlichen Mittel sei unabdingbar. Die Veranstalter rechnen damit, dass sich der negative Trend der vergangenen Jahre im Sponsoringbereich fortsetzt und die Kosten im Bereich Sicherheit – wie für den Überfahrschutz – weiter steigen.

Altonale 2026 findet vom 12. bis zum 21. Juni statt

Die gute Nachricht: In diesem Jahr findet die Altonale statt – vom 12. bis zum 21. Juni. Doch die Folgen der Unterfinanzierung sind seit 2023 bereits sichtbar: Die Altonale wurde von 17 auf zehn Tage verkürzt, das Programm zusammengestrichen, Honorare gekürzt und Preise für Getränke angehoben. Formate wie das Straßenfest in Ottensen können nicht mehr wie gewohnt stattfinden. „Weitere Einsparungen sind nicht möglich, ohne den Charakter der Festivals substanziell zu gefährden”, so Gronholz.

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Die Altonale gehört zu den größten nichtkommerziellen, öffentlich zugänglichen Kulturangeboten Hamburgs. Und sie präge „seit Jahrzehnten die kulturelle Identität des Bezirks Altona”, so Gronholz. Jedes Jahr zieht das Festival laut den Veranstaltern hunderttausende Besucher an und bietet vielen Künstlern eine Bühne. Ein Wegfall träfe nicht nur das kulturelle Leben in Altona, sondern auch den Einzelhandel und die Gastronomie im Stadtteil.

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