Tara-Louise Wittwer (35) hat mit der MOPO über weibliche Wut gesprochen.

Tara-Louise Wittwer (35) hat mit der MOPO über weibliche Wut gesprochen. Foto: Jan Kopetzkey/we are era/dpa

paidSie sagt: „Wir brauchen Männer, die Platz machen!“

kommentar icon
arrow down

Eine UKE-Ärztin berichtet über übergriffiges Verhalten ihrer männlichen Kollegen, eine ehemalige Hamburger Stadionsprecherin über frauenfeindliche Fans, zahlreiche Frauen erleben Sexismus jeden Tag im Kleinen und Großen. Wer vor dem Hintergrund solcher Ereignisse davon spricht, dass es keinen Feminismus mehr braucht, leidet unter Realitätsverlust, sagt Tara-Louise Wittwer. Die 35-Jährige hat es sich als Autorin, Kolumnistin und Content-Creatorin zur Aufgabe gemacht, jeden Tag aufs Neue den Finger in die Wunde zu legen – und damit ist sie ganz schön erfolgreich. Mit der MOPO hat Wittwer am Rande einer Lesung in Hamburg über weibliche Wut und „Alpha-Männer“ auf Social Media gesprochen. Und sie verrät, warum sie eigentlich ganz gern eine „kinderlose Katzenlady“ wäre.

MOPO: In Ihrem Buch „Nemesis‘ Töchter“ beschreiben Sie, dass es schon immer Gründe für weibliche Wut gab. Warum ist die „Female Rage“ jetzt erst zu einem Begriff für die breite Masse geworden?

Tara-Louise Wittwer: Es gab schon immer Feministinnen, die sich für Gleichberechtigung eingesetzt haben. Die wurden aber oft nicht gehört, weil sie als Randgruppe wahrgenommen oder als hysterisch bezeichnet wurden. Seit ein paar Jahren haben wir eine neue Welle in der Popkultur. Das finde ich gut. Das Gefühl, das uns Frauen schon Jahrhunderte begleitet, hat jetzt ein Namens-Update bekommen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test