Sie halten jetzt den Elbstrand sauber – mit einem automatischen Riesensieb
Nach einigen langen, kalten Monaten in Hamburg wird nun bald wieder die Strandsaison eingeläutet. Zwischen Sonnenbad und Grillwurst hält ein Team Hamburgs Elbstrand täglich sauber – und räumt dabei nicht nur Müll, sondern auch kuriose Funde weg.
Seit fünf Jahren ist die Stadtreinigung Hamburg (SRH) zuständig für die Reinigung des Elbstrands zwischen Övelgönne und der Stadtgrenze zu Wedel. Dass eine Stadtreinigung für einen Strand zuständig ist, ist eher selten. „Wir sind bis heute stolz, dass wir die Reinigung dieses ganz besonderen Strandabschnitts im Jahr 2021 übernehmen konnten. Vor der Kulisse des Hafens und dazu noch am Elbstrand – das ist mit Sicherheit einer der besten Arbeitsplätze der Hansestadt”, so Abteilungsleiter bei der SRH, Fabian Fehn.
Im Sommer wird aufgestockt: 220 statt 45 Papierkörbe
„Am Elbstrand ist ja auch die Grillwurst willkommen”, ergänzt Fehn. Die Stadtreinigung stockt in der Saison neben den fünf Grillkohlecontainern von 45 Papierkörben auf 220 Papierkörbe auf. „Das sagt schon einiges über die Menschenmengen aus, die es sich hier im Sommer gemütlich machen”, sagte die Pressesprecherin der SRH, Anna-Maria Jeske.

Die korrekte Nutzung der Mülleimer ist dabei anscheinend nicht jedem Besucher geläufig, wie die Entsorger der Stadtreinigung immer wieder feststellen. „Wenn der Müll wenigstens neben den Mülleimern stehen würde, wäre das schon eine Riesenhilfe”, sagte eine Mitarbeiterin, die seit drei Jahren bei der SRH arbeitet. Stattdessen werde der Müll in Häufchen dort liegen gelassen, wo er vermutlich produziert wurde.
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Da Müllwagen und Kehrmaschinen am Sandstrand nicht wirklich praktisch sind, kommen hier Trecker zum Einsatz. Sowie ein moderner Beachcleaner, der den Sand durchsiebt und so von Abfall befreit.
Abteilung „Strand” reinigt an 365 Tagen im Jahr
Davon lässt sich die Abteilung „Strand” aber nicht unterkriegen. Die tägliche Arbeit von 5:00 bis 13:35 Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen – auf den zwölf Kilometern zwischen Övelgönne und dem schleswig-holsteinischen Wedel mache viel Spaß. Das Beste an der Arbeit am Elbstrand: „Der Ausblick. Wir haben den schönsten Arbeitsplatz in Hamburg. Besonders wenn das Wetter mitspielt”, sagte ein anderer Mitarbeiter der SRH.

„Das Anstrengendste am Job ist definitiv das Laufen im Sand”, sagte der Entsorger. Ob er den Muskelkater nach der Arbeit spürt? „Bauch-Beine-Po-Training eben”, zitiert er einen Song von Shirin David.
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Nicht nur um den Müll der Strandbesucher, auch um angespülten Abfall, Pflanzen und tote Tiere kümmert sich das SRH-Team. Doch es gibt auch besondere und schöne Begegnungen mit Tieren, etwa dann, wenn immer wieder mal Robben den Weg von der Nordsee die Elbe hoch schwimmen. (dpa/fima)
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