Hamburg
Seit 15 Jahren in Planung: Kosten der A24-Brücke drastisch gestiegen
Die Ernst-Albers-Brücke wurde bereits vor 15 Jahren abgerissen, der Neubau ist immer noch nicht fertig. Und die Kosten sind kräftig gestiegen.
Sie sieht eigentlich schon nahezu fertig aus – und ist es doch noch nicht. Die alte Ernst-Albers-Brücke, die einmal die Stadtteile Marienthal und Horn miteinander verband, wurde im Jahr 2011 vollständig abgerissen. Die Pläne für ihren Neubau lagen jahrelang auf Eis, bevor sie 2021 wieder aufgenommen wurden. Doch auch danach folgten weitere Verzögerungen und eine Kostenexplosion. Wie kann das sein, und vor allem: Wann wird die Brücke endlich fertig?
Vor 15 Jahren wurde die Fußgängerverbindung zwischen der Kielmannseggstraße in Marienthal und dem Derbyweg in Horn endgültig abgerissen. Die im Jahr 1935 errichtete Ernst-Albers-Brücke war zu marode und wies erhebliche Sicherheitsmängel auf, hieß es damals. Die Stadtteile sind seitdem an dieser Stelle durch die Autobahn A24 voneinander getrennt.
Neubau der Ernst-Albers-Brücke verzögerte sich um viele Jahre
Nach dem Abriss passierte jahrelang nichts. Laut „Wochenblatt“ soll das an einer Anwohnerin aus der Nachbarschaft gelegen haben, die gegen die Genehmigung eines Neubaus geklagt hatte. Demnach argumentierte sie, dass man von einer höher gelegenen Brücke direkt ihr Haus sehen könne und ihre Privatsphäre dadurch gestört sei.
Im Januar 2021 nahm die Autobahn GmbH des Bundes die Planungen für die Brücke schließlich wieder auf – diesmal erfolgreich. Drei Jahre später begannen die Bauarbeiten für die 35 Meter lange Querung, beide Seiten waren zu diesem Zeitpunkt längst mit Unkraut überwuchert.
Doch im November 2024 meldete das Stahlbau-Unternehmen plötzlich Insolvenz an – das geht aus einer neuen Senatsanfrage der AfD hervor. Nachdem im März 2025 ein Nachfolger beauftragt worden war, musste das neue Unternehmen zunächst sämtliche Unterlagen erneut prüfen. Die eigentlich für Anfang 2025 angepeilte Eröffnung fiel damit ins Wasser.
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Im September 2025 folgte dann aber endlich ein Meilenstein: Während die A24 auf diesem Abschnitt gesperrt war, wurde das Mittelteil der Brücke per Kran eingehoben. Anschließend begannen auf der Nord- und Südseite die Arbeiten an den Rampen.
Jetzt gibt es eine gute Nachricht: Im August soll die Brücke tatsächlich fertig sein, dann folgen noch kleinere Garten- und Landschaftsbauarbeiten. Erst nach einer förmlichen Abnahme, voraussichtlich Anfang Oktober, können die ersten Fußgänger tatsächlich über die Autobahn von Marienthal nach Horn spazieren.
Die Kosten für den Neubau sind inzwischen von ursprünglich 4,8 Millionen auf 5,2 Millionen gestiegen. Grund dafür ist unter anderem das Insolvenzverfahren. Wie die Kosten genau zwischen der Autobahn GmbH und der Stadt Hamburg aufgeteilt werden, steht aktuell noch nicht fest.
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