Hamburg
Sechs Badetote in Hamburg - Retter mit eindringlicher Warnung
DLRG-Präsidentin Ute Vogt mahnt: Wer nicht sicher schwimmen kann, riskiert sein Leben. Warum viele Kinder ohne Schwimmabzeichen bleiben.
In Hamburg sind seit Jahresbeginn sechs Menschen bei Badeunfällen ertrunken. In Schleswig-Holstein waren es 16. Im gesamten Verlauf des Jahres 2025 hatte es auf dem Gebiet der Hansestadt acht und im Bundesland Schleswig-Holstein neun Badetote gegeben. Bundesweit liegt die Zahl der Toten in Gewässern bislang bei 261. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Vormittag veröffentlichte.
In Hamburg gab es drei Todesfälle in Flüssen, zwei in Seen und einen in einem Bach. Die meisten der Toten in Schleswig-Holstein starben in Nord- und Ostsee (sieben) sowie in Seen (fünf). Zehn der Toten waren im Juni und im Juli zu beklagen. Dass alle Hamburger Verstorbenen und 11 der 16 Toten männlichen Geschlechts waren, wird durch die DLRG-Erhebung untermauert. „Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anteil männlicher Opfer 85 Prozent”, hieß es in einer Mitteilung zum bundesweiten Anteil.
DLRG sieht Nachbesserungsbedarf bei der Schwimmausbildung
„Infolge von leichtsinnigem Verhalten – oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – kommt es unter Jungen und jungen Männern immer wieder zu Badeunfällen”, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Andere könnten nicht oder kaum schwimmen und begäben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. „Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren”, sagte Vogt.
Sicher schwimmen zu können, sei die beste Vorbeugung gegen das Ertrinken. Dort aber sieht die DLRG große Probleme. „Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können”, sagte Vogt. (dpa/js)
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