Schulwege in Eimsbüttel: Eltern demonstrieren für mehr Sicherheit

Demonstration
Eltern und Schüler demonstrierten gemeinsam vor dem Bezirksamt Eimsbüttel für sichere Schulwege.

Rasende Autos, enge Radwege und gefährliche Überholmanöver: Seit Jahren fordern Eltern und Schüler im Eimsbütteler Kerngebiet mehr Sicherheit auf den Schulwegen. Stadtplaner haben im Auftrag der Verwaltung bereits konkrete Ideen vorgelegt – doch die Politik ist sich uneins. Am Montag demonstrierten die Eltern vor dem Bezirksamt, wo kurz darauf über die Pläne entschieden werden sollte.

„Sichere Schulwege jetzt”, stand auf einer der Pappen, die etwa dreißig Eltern und Kinder vor dem Bezirksamt hochhielten. Im sogenannten „Schulcluster” rund um die Gustav-Falke-Straße und die Bundesstraße gibt es eine für Hamburg einmalig hohe Dichte an Schulen. Über 6000 Schüler sind hier täglich unterwegs. Immer wieder kommt es dabei zu gefährlichen Situationen.

Mehr Sicherheit im Schulcluster Eimsbüttel: Eltern fordern Maßnahmen

Seit sechs Jahren kämpfen Eltern und Schüler deshalb für mehr Sicherheit. Mithilfe ihrer Hinweise hatte die Verwaltung ein neues Verkehrskonzept für das Schulcluster beauftragt. Von den Planern wurden drei Varianten (A, B und C) für eine neue Verkehrsführung vorgestellt – von A (wenig Veränderung) bis C (starke Veränderung).

Jetzt müssen sich die Politiker im Bezirk einigen. Im Kerngebietsausschuss am Montag gab es jedoch gleich zwei unterschiedliche Anträge zum Schulcluster.

Schulweg-Sicherheit: Grüne und SPD sind sich uneins

„Wir würden gerne Variante C umsetzen”, sagte Kathrin Warnecke von den Grünen. Heißt: Abseits der Hauptverkehrsstraßen soll flächendeckend Tempo 30 (Bundesstraße, Bogenstraße und die Schlankreye) gelten. Zudem würde es weitere Regelungen geben, sodass im Viertel außerhalb der Hauptstraßen kaum noch Autos unterwegs wären.

Diese Variante trägt auch nach Ansicht der Stadtplaner zur „bestmöglichen Erreichung der Ziele des Verkehrskonzepts” bei. Und sie wird von den anwesenden Demonstranten bevorzugt.

Die SPD möchte vorerst nur einige ausgewählte Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept umsetzen. Darunter zum Beispiel die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Bogenstraße sowie Änderungen bei Einbahnstraßen. Man müsse die „Verhältnismäßigkeit” im Blick behalten, sagte Robert Oehlmann von der SPD. Es erhöhe nicht die Sicherheit, viele Parkplätze in kleinen Nebenstraßen abzubauen.

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Der letzte Satz, der im SPD-Antrag zu lesen war, bereitet vor allem den Demonstranten Sorge. „Ausschließlich diese Maßnahmen sollen durch die Bezirksamtsleitung umgesetzt werden“, stand dort. Das relativierte Oehlmann am Montag jedoch: „Es sind nicht für alle Ewigkeit andere Maßnahmen ausgeschlossen”, sagte er.

Einigen konnten sich die Fraktionen im Ausschuss diesmal zwar nicht, aber sie signalisierten Gesprächsbereitschaft. Die Abstimmung wurde daher in die nächste Bezirksversammlung Ende April verschoben.

Rasende Autos, enge Radwege und gefährliche Überholmanöver: Seit Jahren fordern Eltern und Schüler im Eimsbütteler Kerngebiet mehr Sicherheit auf den Schulwegen. Stadtplaner haben im Auftrag der Verwaltung bereits konkrete Ideen vorgelegt – doch die Politik ist sich uneins. Am Montag demonstrierten die Eltern vor dem Bezirksamt, wo kurz darauf über die Pläne entschieden werden sollte.