Hamburg

Schulen, Parks, Straßenbäume: Gift-Raupen breiten sich in Hamburg aus – Behörde warnt

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners an einem Baum, gut sichtbar: die Brennhaare.

Raupen-Plage: Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aus. Werden jetzt Parks oder Schulhöfe gesperrt?

Er reizt die Haut, kann Augenentzündungen auslösen und das Atmen erschweren: Der Eichenprozessionsspinner ist wieder auf dem Vormarsch. In Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg wurden wegen der Raupe schon Parks, Spielplätze und Sportanlagen gesperrt. Auch in Hamburg breitet sich die Raupe wieder stärker aus – in einem Bezirk sind bereits rund 600 Bäume befallen. Ob jetzt Sperrungen drohen und was Hamburger machen sollten, wenn sie ein Nest entdecken:

Die Raupe geht um: Die Hamburger Umweltbehörde stellt in diesem Jahr bei den Straßenbäumen und Grünanlagen ein deutlich stärkeres Vorkommen als noch 2025 fest. Selbst auf Schulgeländen müssen immer wieder Nester entfernt werden: Aktuell sind laut Schulbehörde Bäume an der Max-Schmeling-Stadtteilschule und der Anne-Frank-Schule im Bezirk Wandsbek befallen. Die Bereiche sind abgesperrt und eine Fachfirma mit der Entfernung beauftragt.

Hamburg: Bäume von Eichenprozessionsspinner befallen

Noch sind in Hamburg keine ganzen Parks oder bezirklichen Sportanlagen wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt. Doch der Befall fällt je nach Bezirk sehr unterschiedlich aus. Während in Eimsbüttel bislang nur „einige wenige befallene Einzelbäume“ in Grünanlagen gemeldet wurden, ist die Lage in Hamburg-Mitte deutlich angespannter: Rund 600 Bäume seien dort betroffen.

Sperrungen von Parks, Grünflächen oder Sportplätzen seien in Hamburg-Mitte trotzdem nicht vorgesehen, teilte das Bezirksamt mit. Die Nester würden zeitnah abgesaugt.

Auch in Altona verschafft sich das Bezirksamt derzeit einen Überblick über die Lage. „Ein Schwerpunkt könnte auch in diesem Jahr der Hauptfriedhof Altona sein“, sagte ein Sprecher. In den vergangenen Jahren habe man dort auf Sperrungen verzichten können, weil bekannte Nester abgesaugt wurden.

Und wer bezahlt's? In den vergangenen Jahren hat die Umweltbehörde Teile der Kosten für die Bekämpfung der Raupen aus zusätzlichen Mitteln übernommen. Für dieses Jahr ist das derzeit noch in Klärung. Es sei jedoch absehbar, dass die Bezirke die Kosten wie in den vergangenen Jahren erstattet bekämen, so der Sprecher zur MOPO.

Was Hamburger jetzt beachten sollten: Warnschilder sollten ernst genommen werden. Die Umweltbehörde warnt davor, Raupen oder Nester selbst anzufassen oder zu entfernen – die feinen Brennhaare können Haut und Schleimhäute reizen und auch Atembeschwerden auslösen. Wer einen Befall auf öffentlichem Grund entdeckt, sollte das zuständige Bezirksamt informieren. Auf Privatgrund sollten Eigentümer prüfen, ob eine Gefahr für Menschen besteht, und für eine mögliche Entfernung eine Fachfirma beauftragen.

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