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Schüler demonstrieren für Klimaschutz: Behörde droht mit Konsequenzen

Demonstrierende Schüler auf dem Rathausmarkt.

Mehrere hundert Schüler demonstrierten am Freitag auf dem Rathausmarkt für den Klimaschutz.

Foto:

BUND Hamburg / C. Schumacher

Selbst eisige Temperaturen konnten mehrere hundert Schüler am Freitag nicht davon abhalten, für den Klimaschutz zu demonstrieren. Stundenlang standen die Schüler auf dem Rathausmarkt und forderten mehr Anstrengung im Kampf gegen den Klimawandel. Inspiriert wurde die Aktion von einer jungen Schwedin.

„Wow, was für ein Fanal für den Klimaschutz“, sagte die schulpolitische Fraktionssprecherin der Partei Die Linke, Sabine Boeddinghaus. Angaben ihrer Fraktion zufolge waren 1500 Schüler am Vormittag auf dem Rathausmarkt vor Ort, die Polizei sprach gegen 9 Uhr sogar von gut 2000 Demonstranten, gegen 9.45 Uhr waren es dann wohl nur noch 300. Viele der Schüler dürften also lediglich die ersten zwei Unterrichtsstunden verpasst haben.

Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde zeigte dagegen wenig Verständnis für die Demonstration: „Wenn die Schülerinnen und Schüler unentschuldigt fehlen, dann wird das im Zeugnis entsprechend vermerkt, verpasste Unterrichtsinhalte müssen selbständig nachgeholt werden und verpasste Klausuren/Tests werden mit 0 Punkten gewertet. Denn: Demonstriert werden kann auch nachmittags oder am Wochenende.“

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Auf Pappschildern hieß es: „Warum noch in der Schule lernen, wenn es den Planeten später nicht mehr gibt?!“ oder „Make earth cool again!“. Die Jugendorganisation des Umweltschutzverbandes BUND zeigte ein Transparent mit dem Slogan: „KohlekoMission impossible – unsere Zukunft ist nicht verhandelbar“.

Die Aktion unter dem Titel „Fridays for Future“ folgt dem Beispiel der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die mehrfach freitags vor dem Parlament in Stockholm demonstriert hat, anstatt zur Schule zu gehen. Weltweite Aufmerksamkeit zog Thunberg durch eine Rede auf dem Weltklimagipfel Anfang Dezember in Kattowitz (Polen) auf sich.