Schrott-Supermarkt endlich abgerissen: Das baut die SAGA jetzt auf dieser Fläche

Rewe in der Winsener Straße ist abgerissen..
Das Gebäude des Rewe in der Winsener Straße ist jetzt abgerissen worden.

Seit drei Jahren steht ein Supermarkt an der Winsener Straße in Wilstorf leer. Die Scheiben eingeschlagen, Müll, alte Autos und Reifen auf dem Gelände. Nun sind hinter einem großen Sichtschutzzaun endlich die Bagger angerollt. Die SAGA hat hier große Pläne.

„Neu-Eröffnung im Herbst 2025“ prangte lange auf Plakaten, als der Rewe-Markt an der viel befahrenen Ausfallstraße im November 2023 unerwartet schloss. Doch die Wilstorfer müssen deutlich länger auf einen neuen Lebensmittelladen dort warten, denn die Insolvenz des Hamburger Immobilienentwicklers Revitalis kam dazwischen.

Ungewohnter Anblick auf die Häuserreihe hinterm Ex-Rewe.
Der Supermarkt in Wilstorf ist abgerissen. Man sieht die Häuser dahinter plötzlich.

Der neue Rewe-Markt sollte Bestandteil eines Wohnungsprojektes mit mehr als 300 Wohnungen plus Geschäften in der Winsener Straße 34 bis 52 werden. Ohne die Wohnungen gab es natürlich in den vergangenen drei Jahren dann auch keinen neuen Lebensmittelmarkt.

Revitalis pleite: SAGA baut in Wilstorf Wohnungen

Das städtische Wohnungsunternehmen SAGA hat das Wohnungsbauprojekt dann von Revitalis übernommen. Das ist allerdings auch schon wieder eineinhalb Jahre her. Damals waren bereits die Erschließungsmaßnahmen für 2025 angekündigt worden und ein Baubeginn für 2026. Das klappt nun offensichtlich auch, der Abriss erfolgte wegen des Schneewetters ein paar Wochen später, als geplant. Mittlerweile ist vom Markt nichts mehr zu sehen.

Winsener Straße
So sollen die Wohnungen an der Winsener Straße in Wilstorf einmal aussehen.

Die Winsener Straße (B4) gehört neben der Cuxhavener Straße (B73) zu den zwei zentralen Harburger Hauptstraßen, an denen im Rahmen des Magistralenkonzepts der Stadt Wohnungen geplant werden. Auf der Fläche des Rewe und der Tankstelle nebenan entstehen 306 Wohnungen plus sieben Gewerbeeinheiten, darunter ein Lebensmittelgeschäft. Etwa die Hälfte der Wohnungen entsteht mit staatlichen Fördermitteln und ist mietpreisgebunden, die anderen sind frei finanziert.

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Ruhig wohnt es sich an dieser rund um die Uhr viel befahrenen Bundesstraße ganz bestimmt nicht, doch die Wohnungsnot ist groß in Harburg. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite sollen neue Wohnungen entstehen. Etwa auf dem Gelände des Busbetriebshofs. Die Hochbahn wird umziehen, möglicherweise auf die Gewerbeflächen an der A1-Abfahrt Neuland. Gegenüber dem Hochbahndepot in Wilstorf sind bereits etliche neue Mietshäuser gebaut und vermietet worden.