Vegan-Kolumne

Schokonüsse, Brausepulver und Co.: Diese Süßigkeiten wecken Kindheitserinnerungen

Bunte Süßigkeiten- und Snackpackungen auf einem Holzboden, darunter Mentos, Treets und Katjes.
Süßigkeiten mit Kindheitserinnerungen – und ohne tierische Zutaten.

Naschkram von vor 50 Jahren gibt es heute noch. Einige Kultmarken enthalten keine tierischen Zutaten. 

Ferien waren mir immer am liebsten, Schule fand ich oft doof. Aber als ich Anfang der 70er Jahre eingeschult wurde, war die Schultüte voll mit Süßkram, was ich natürlich großartig fand. Und klar waren zu Geburtstagen Schokoküsse ein Muss. Viele Süßigkeiten aus meiner Kindheit gibt es heute noch – oder wieder. Und überraschenderweise ist vieles vegan.

Es war die Zeit vom Golf I und Opel Kadett (hatten wir zu Hause), als ich Kind war. Am Kiosk gab es „Bunte Tüten“ mit gemischten Süßigkeiten. Oft gab’s sie bei uns auch als Belohnung für gute Noten (kam nicht so oft vor) oder das bestandene Schwimmabzeichen. Schleckmuscheln, Esspapier, Treets oder im Sommer ein Capri, das legendäre Eis aus dem Jahr 1959.

Erdnüsse sind mit Schoko-Alternative umhüllt

Die Zutaten spielten damals keine Rolle, selbst über Zucker wurde nicht allzu kritisch nachgedacht, obwohl ich Süßigkeiten von meiner Mutter wohldosiert zugeteilt bekam.

Die Haribo-Goldbären oder Maoam waren Premium-Naschi für mich. Heute würde ich beides nicht mehr anrühren, weil Gelatine (aus dem Bindegewebe von Schlachttieren) enthalten ist, was ich ziemlich eklig finde. Zum Glück sind vom Konkurrenten Katjes fast alle Produkte vegan.

Die WochenMOPO 31/2026

Drei Ausgaben einer Wochenzeitung auf rotem Hintergrund, mittig mit großem Titelbild und Schlagzeilen.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!

CSD: Wie Hamburger den Hass gegen queere Menschen erleben

Na dann: Prost! Fünf Biergärten für Top-Wetter

16 Seiten Sport mit St.-Pauli-Poster: Mit diesem Team gehen die Kiezkicker ins Rennen

Jede Woche mit 40 Seiten Rätsel und Kultur: Hamburg feiert seine Braukunst


Und aus meiner Kindheit gibt’s noch Ahoj-Brausepulver (erfunden 1925), Mentos (Minz-Kaubonbons von 1932), die Schokokekse von De Beukelaer oder Onkel Tom (von 1955, heute Mr. Tom), diesen Riegel aus Erdnüssen und Karamell. In allen ist nichts Tierisches enthalten. De Beukelaer begann Ende 2024 damit, seine Kekse plant-based herzustellen.

Frank Wieding vor Teller mit Gras und Steinen
MOPO-Autor Frank Wieding (60) isst seit mehr als 40 Jahren kein Fleisch. Gras und Steine musste er trotzdem noch nie essen.

Und Anfang 2018 eroberte Treets nach jahrzehntelanger Abwesenheit wieder die Läden – Anfang 2026 wurde der Klassiker auf pflanzliche Zutaten umgestellt. Statt mit Vollmilchschokolade werden die Erdnüsse mit der Schoko-Alternative Choviva umhüllt. Sie wird aus Sonnenblumenkernen hergestellt. Dass in der Hülle kein Kakao enthalten ist, sorgt für Kritik. Mir schmecken sie trotzdem, gerade auch wegen der Kindheitserinnerungen.

Kennen Sie noch Muh-Muhs Sahne-Toffees? Die kamen 1965 erstmals in den Handel. Ich liebte als Kind die „Plombenzieher“ – und man findet die gelb gestreifte Verpackung mit der Kuh drauf heute noch in den Geschäften. Vegan sind sie leider nicht. Es dauerte bis 2017 – da kamen die Kuhbonbons als Muh-Muhs-Konkurrenz mit Kokos- statt Kuhmilch in die Geschäfte. Großartige Karamellbonbons, inzwischen gibt es drei pflanzliche Sorten. Hinter der Marke steht übrigens das Hamburger Familienunternehmen Savitor.

Und Capri, das Orangenwassereis von Langnese, gibt es übrigens auch immer noch – wie damals schon ist es vegan.

Kommentare öffnen