Das Fanfest auf dem Heiligengeistfeld sorgte 2024 für gute Stimmung.

Das Fanfest auf dem Heiligengeistfeld sorgte 2024 für gute Stimmung. Foto: Florian Quandt

Schock für WM-Fans: Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld fällt aus

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Sehr schlechte Nachrichten für alle Fans des Public Viewings: In diesem Sommer wird es nach 20 Jahren kein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld geben. Das sind die Gründe.

Am 11. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft der Männer in den USA, Mexiko und Kanada. Auch die deutsche Nationalelf hat sich dafür qualifiziert und trifft in der Gruppenphase auf die Mannschaften aus Ecuador, Curaçao und der Elfenbeinküste. Vom Heiligengeistfeld können Fans in diesem Jahr die Mannschaft von Julian Nagelsmann allerdings nicht wie gewohnt anfeuern. Zunächst berichtete das „Abendblatt“.

Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld fällt 2026 aus

Der Veranstalter, Uwe Bergmann, zeigt sich im Gespräch mit der MOPO darüber sehr traurig. Die größte Hürde sei dann eben das Geld gewesen, erzählt er. „Wir haben keinen Sponsor gefunden. Das ist ja eine sehr kostenintensive Veranstaltung, die kann man nicht mit dem Verkauf von Getränken refinanzieren.“



400.000 Euro von einem Sponsor hätte es für die fünf Wochen mindestens gebraucht. „Aber für ein so schönes Event, wie das Fanfest 2024, bräuchte es schon eher 1,3 Millionen Euro.“ Damals sei öffentliches Geld geflossen, weil Hamburg Gastgeber-Stadt gewesen sei. „Das war wirklich so ein tolles Event“, erinnert er sich. „Das hat mich süchtig gemacht, diese Energie. Unsere Gesellschaft braucht diese Gemeinschaft.“

Dazu kommt: Weil die Fifa entschieden hat, das Turnier um eine Woche zu verlängern, hätte das Finale nicht auf dem Heiligengeistfeld gezeigt werden können. Denn zu diesem Zeitpunkt rollen bereits die Laster für den Sommerdom an.

Alternativstandorte für Fanfest ohne Erfolg geprüft

Alternativstandorte hätte man geprüft, sagt Uwe Bergmann, zum Beispiel auf dem Marie-Jonas-Platz in Eppendorf. Eine Mini-Version des Fanfestes quasi. Doch auch daraus wurde nichts: Zum einen fänden aufgrund der Zeitverschiebung einige Spiele um 5 Uhr morgens statt – ein Problem für das Wohnviertel drum herum – und auch in so kleiner Ausführung fehle am Ende das Geld für die Technik. „Aber ich fand es wirklich toll, dass der Bezirk Hamburg-Nord vorher angeboten hatte, einen Teil des Geldes bereitzustellen.“

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Auch den Chicagokai, wo die Silververanstaltung gefeiert wurde, habe er im Auge gehabt. „Aber das ist ein Schlauch, da müsste man drei Leinwände aufstellen. Irgendwann habe ich dann aufgehört zu recherchieren“, erzählt er resigniert.

Public Viewing trotzdem in vielen Gastro-Betrieben möglich

Für alle, die trotzdem ein Public Viewing nicht missen wollen, empfiehlt er das Landhaus Walter im Stadtpark. „Da ist immer eine tolle Atmosphäre.“ Allgemein könnten viele Gastro-Betriebe davon im Sommer profitieren, wenn sie ein paar Leinwände aufstellen.

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