Schlittschuhe statt Schulbank: Besonderes Eis-Event für Kinder in Hamburg
Rund 63 sozial benachteiligte Mädchen und Jungen der „Hamburger Arche“ waren in der EisArena in Planten un Blomen zu Gast – für einige von ihnen ging es dabei zum ersten Mal auf die Eisfläche.
Für viele Kinder aus finanziell schwierigen Verhältnissen ist ein Besuch auf der Eisbahn keine Selbstverständlichkeit. Umso größer war die Freude bei 63 Mädchen und Jungen der „Hamburger Arche“, die am Donnerstag einen gemeinsamen Nachmittag in der EisArena in Planten un Blomen verbringen konnten.
Manche Kinder zum ersten Mal auf dem Eis
Die Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren kommen überwiegend aus Familien, in denen Geld und Zeit für Freizeitangebote fehlen – etwa bei Alleinerziehenden oder Familien mit sehr geringem Einkommen. Durch die Kooperation zwischen der „Arche“ und der Eisbahn erhalten sie nun Zugang zu einer sonst teuren Freizeitaktivität. „Eislaufen soll kein Luxus sein“, so eine gemeinsame Pressemitteilung.

Zu Beginn sind die ersten Runden noch etwas unsicher, aber dann ist auf dem Eis ordentlich was los. Die Kinder drehten ihre Runden und hatten sichtlich Spaß. Für Omid (9) war es sogar das erste Mal auf Schlittschuhen: „Das ist richtig schön, aber auch schwierig. Ist ein bisschen wie auf Rollschuhen.“ Auch Joyce (9) ist begeistert: „Ich liebe Schlittschuhfahren! Ich will das so oft wie möglich machen.“ Für alle Kinder gibt es später noch ein Getränk und eine kleine Stärkung oben drauf.
5000 Kinder dürfen in dieser Saison kostenlos fahren
In der laufenden Saison erhalten insgesamt fast 5000 Kinder freien Eintritt inklusive Leihschlittschuhen. Für die „Arche“ sind solche Kooperationen eine wichtige Ergänzung, um Kindern Bewegung, Gemeinschaft und unbeschwerte Erlebnisse zu ermöglichen, so der Pressesprecher.
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Die „Hamburger Arche“ unterstützt Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen mit kostenlosen Angeboten. Neben Hausaufgabenhilfe und warmen Mahlzeiten gehören auch regelmäßige Freizeitaktivitäten dazu. In Hamburg erreicht die Einrichtung nach eigenen Angaben täglich mehrere hundert Kinder und Jugendliche – die gesamte Arbeit wird ausschließlich aus Spenden finanziert.
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