Schlappe für Tempo 20 sorgt für Ärger: „Niedergang dieser Quartiersachse“
Kein Tempo 20 auf der Frohmestraße: Grüne, SPD, CDU, FDP und AfD haben im Regionalausschuss Lokstedt/Niendorf/Schnelsen den Antrag der Linksfraktion abgelehnt. Das sorgt für Ärger.
Trotz monatelanger Beratungen, Empfehlungen des Stadtteilbeirats und mehrfach vertagter Anträge haben die Ausschussmehrheiten am 17. November den Antrag der Linksfraktion für Tempo 20 auf der Frohmestraße abgelehnt.
„Menschen in Schnelsen wollen sichere Frohmestraße“
„Wer Entwicklung blockiert, trägt Verantwortung für den weiteren Niedergang dieser zentralen Quartiersachse. Die Linksfraktion steht an der Seite der Menschen in Schnelsen – andere offenbar nicht“, kritisiert Thomas Arndt, Vertreter der Linksfraktion im Ausschuss. „Die Menschen in Schnelsen wollen eine sichere, lebendige und attraktive Frohmestraße – und sie wollen Tempo 20.“
Der Antrag der Linksfraktion war seit Juni 2025 insgesamt sechsmal vertagt worden. Laut der Partei habe diese Verschleppungspolitik bereits wertvolle Zeit gekostet, während die Frohmestraße weiter an Attraktivität und Aufenthaltsqualität verloren habe. „Jetzt hätte die Chance bestanden, ein starkes Signal zu setzen. Stattdessen entschied sich die Ausschussmehrheit für Stillstand“, heißt es in einer Mitteilung.
Anwohner sprachen sich für „Tempo 20 im Mischverkehr“ aus
In mehreren Bürgerdialogen und öffentlichen Anhörungen hatten sich Anwohner für die sogenannte Vorzugsvariante 1 ausgesprochen: „Tempo 20 im Mischverkehr“. Diese Variante gilt nach Ansicht der Linksfraktion als bestmöglicher Kompromiss, der Sicherheit, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Nutzbarkeit miteinander verbindet. Auch der Stadtteilbeirat Schnelsen hatte die Variante empfohlen.
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„Die Linksfraktion verspricht, das Thema nicht ruhen zu lassen. Wir lassen uns nicht davon bremsen, dass die Mehrheit des Ausschusses ihren Auftrag, den Menschen vor Ort zu dienen, klar verfehlt hat. Die Frohmestraße braucht Fortschritt, keine Blockadepolitik. Wir bleiben unbequem. Wir bleiben laut. Wir bleiben dran“, so Arndt. (idv)
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