Schandfleck in Hamburg abgerissen – aber ist der Neubau schöner?
„Schlimmer Schandfleck im Stadtbild“ oder „Städtebaulich prägendes Baudenkmal der Nachkriegsmoderne“? Vor acht Jahren wurde in der Hansestadt erbittert über die vier denkmalgeschützten City-Hochhäuser am Klosterwall gestritten. Trotz Protesten kam es 2019 zum Abriss des „City-Hofs“ und das „Johann Kontor“ entstand. Aber ist der Neubau wirklich gelungen? Was meinen Sie?
Als die mit einer Passage verbundenen Hochhäuser 1958 fertiggestellt wurden, waren die Hamburger angetan. Der Entwurf von Rudolf Klophaus (1885-1957) galt als modern, ja sogar elegant. Das sah 2013 das Denkmalschutzamt genauso und stellte die Dreizehn-Geschosser unter Schutz.
Hamburg: „Johann Kontor“ ist fertig
Doch von der Eleganz des Komplexes war nicht mehr viel zu spüren. Die für die Fassade ursprünglich verwendeten weißen Keramikplatten waren in den 1970er Jahren durch graue Eternitplatten ersetzt worden. Die Holz-Fenster wurden durch Kunststoff-Fenster ersetzt.
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Die Hamburger Architekten gmp legten einen Entwurf zur Revitalisierung des Denkmals vor. Doch die Stadt entschied sich für den Abriss und einen Neubau-Entwurf der Architekten KPW mit 227-Zimmer-Hotel, Büros und 146 Wohnungen. Den hat das Bauunternehmen Aug. Prien nun fertiggestellt, und KPW spricht von einer gelungenen „Neuinterpretation des Kontorhausblocks“.