SAGA-Mietshaus seit sieben Jahren nicht bewohnbar – und jetzt auch das noch!

Saga Haus Finkenwerder
Dieses Mehrfamilienhaus der SAGA in Finkenwerder ist seit mehr als sieben Jahren eingerüstet.

Viele Menschen suchen händeringend nach einer Wohnung. Da ist es schwer verständlich, dass in Finkenwerder ein Mietshaus seit mehr als sieben Jahren eingerüstet ist und fünf Wohnungen deshalb leer stehen. Die städtische SAGA erklärte das in den vergangenen Jahren mit Komplikationen bei der Sanierung. Doch jetzt kommt überraschend ein ganz anderer Faktor hinzu. Was bedeutet das für die von vielen sehnlichst erwartete Neuvermietung?

Gute Lage und mittelgroße Wohnungen ohne Bindung an bestimmte Mietergruppen: Das denkmalgeschützte Gebäude in der Nordmeerstraße 34 würde schnell viele interessierte Mieter finden. Doch es steht seit mehr als sieben Jahren leer. Der denkmalgeschützte Bau wurde durch einen Dachstuhlbrand im März 2018 stark beschädigt. Nach den Löscharbeiten stand fest: Der historische Dachstuhl ist vom Löschwasser durchweicht. Alle Wohnungen sind unbewohnbar.

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Die MOPO hakte seitdem fast jährlich nach, weil auf der Baustelle nichts passierte und die übergestülpten Planen immer mehr zerfetzten. Auch die Nachbarn würden sich freuen, wenn endlich etwas passiert. Zunächst hieß es bei der SAGA, man finde keinen Statiker für die komplizierten Schäden am Dachstuhl. Danach fand man keine Fachfirma, die einen so verhältnismäßig kleinen Auftrag übernehmen wollte. Doch vor einem Jahr hieß es, zum Jahresstart 2025 gehen die Wohnungen endlich wieder in die Vermietung. Doch im März 2025 hakte die MOPO nach und es stellte sich heraus: Daraus wurde nichts.

Eingang Wohnhaus Saga Finkenwerder
Tatort und Brandstelle steht noch auf der Haustür am Eingang des Wohnhaus der Saga Finkenwerder (Foto Archiv).

Nun hat die SAGA im Regionalausschuss Finkenwerder Rede und Antwort gestanden. Dabei stellte sich heraus, dass der Fokus nun ein ganz anderer ist. Denn die SAGA will das gesamte Quartier Nordmeerstraße energetisch sanieren und das Brandhaus wird nun erst als Teil dieser Sanierung in Angriff genommen.

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Das Ensemble in der Nordmeerstraße wurde laut SAGA zwischen 1941 und 1943 errichtet und gehört mit rund 350 Wohnungen und 25 Gebäuden zu den größten erhaltenen Quartieren seiner Art in Deutschland. Daher steht es als ganzes Ensemble unter Denkmalschutz. Und da ist die energetische Sanierung besonders schwierig und aufwendig. Und bezahlbar sollen die Wohnungen natürlich auch bleiben.

Das Problem: Jetzt läuft zunächst eine Machbarkeitsstudie, für die der bauliche Zustand aller 25 Gebäude untersucht wird mit Begehungen und Proben-Entnahmen. Dann folgen die Analyse und die Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Das kann dauern, die SAGA will daher keinerlei zeitlichen Rahmen nennen, wann die Wohnungen wohl vermietet werden können. Ein Sprecher: „Erst wenn Art und Umfang der Maßnahmen vereinbart worden sind, kann der zeitliche Ablauf festgelegt werden.“