Hamburg
SAGA macht 238 Mio. Euro Gewinn – Mieterverein hat klare Forderung
Die Saga hat im vergangenen Jahr fast eine Viertelmilliarde Gewinn erwirtschaftet – Zeit, das Geld sinnvoll zu investieren, findet der Mieterverein.
Die Saga vermietet in Hamburg rund 140.000 Wohnungen und mehr als 1400 Gewerbeobjekte. Nach einem Rekordjahr in 2024 ist der Gewinn von Hamburgs größter Wohnungsgesellschaft Saga im vergangenen Jahr gesunken – aber immer noch hoch.
Die Saga hat ihre Zahlen für das Jahr 2025 präsentiert. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Wohnungsgesellschaft zwar ein Minus von 16 Prozent. Der Jahresüberschuss lag dennoch über dem Plan bei 238,1 Millionen Euro.
Dass das Ergebnis im Jahresvergleich schlechter ausfiel, hing damit zusammen, dass 2024 für die Saga ein Ausnahmejahr war. Rückstellungen wurden damals nicht gebraucht und konnten aufgelöst werden.
Das städtische Unternehmen schüttete im vergangenen Jahr – wie schon im Jahr zuvor – 150 Millionen Euro an die Stadt aus.
Mieterverein: Gewinne dürfen nicht in den allgemeinen Haushalt fließen
Der Mieterverein zu Hamburg hat darauf eine klare Antwort. „Statt Gewinne in den allgemeinen Haushalt fließen zu lassen, müssen sie unmittelbar für Neubau- und Bestandsinvestitionen eingesetzt werden. Nur davon profitieren die Mieter:innen, ebenso wie die gesamte Stadt, langfristig“, sagt Vorsitzender Rolf Bosse in einer Mitteilung.
Denn ein Gewinn von knapp 240 Millionen Euro sei immer noch hoch. Und 501 Neubauwohnungen daher viel zu wenig, so Bosse. Der Senat müsse die Saga künftig viel stärker als wohnungspolitisches Instrument einsetzen. Daher fordert der Mieterverein, die Neubauleistung der SAGA schrittweise auf 5000 Wohnungen jährlich bis 2030 und 10.000 Wohnungen jährlich bis 2035 zu steigern. (kla/dpa)
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