Saftige Geschäftsidee: Das steckt hinter Hamburgs neuen Automaten

Der Orangensaft-Automat wurde neu am Schlump aufgestellt.
Der Orangensaft-Automat wurde neu am Schlump aufgestellt.

Frischer Orangensaft auf Knopfdruck: Den gibt es an immer mehr Automaten in Hamburg. Die Früchte werden vor den Augen der Kunden gepresst – der Becher kommt verschlossen aus der Luke. Ganz neu steht jetzt ein Automat am Schlump, viele weitere sollen folgen. Die MOPO hat mit dem jungen Gründer gesprochen: Wie die Idee entstanden ist, wie das Konzept funktioniert – und was sein großes Ziel ist.

Ein frisch gepresster Orangensaft, quasi im Vorbeigehen: Das ist die Idee hinter den „Osaft“-Automaten, von denen es immer mehr in Hamburg gibt. „Ich habe solche Maschinen in Singapur kennengelernt, dort sind sie weit verbreitet“, sagt Gründer Leynes Wandrey (24) zur MOPO. „Ich wollte sie nach Deutschland exportieren.“ Ende 2024 stellte er den ersten Automaten in Hamburg auf, mittlerweile sind es sieben – darunter in der Asklepios Klinik Altona, auf dem Campus der Uni Hamburg und im Alstertal Einkaufszentrum.

Frisch gepresster Orangensaft aus dem Automaten: Das steckt hinter der Geschäftsidee eines Hamburgers

Das Prinzip: Rund 530 Orangen stecken in einem Automaten. Drei bis fünf Orangen werden, sobald der Kunde per Karte gezahlt hat, frisch gepresst. Der Saft wird gefiltert und kann in einem Pappbecher mitsamt Deckel aus der Luke entnommen werden. Auch ein Fach für Strohhalme gibt es. Eine eingebaute Waage prüft, dass durchschnittlich 260 Milliliter im Becher landen (für 2,90 Euro).

Wandrey betreibt die Automaten gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Younis Al Damrawy. Die Orangen beziehen sie von Ingmar Heuer – der Händler versorgt auch den Hamburger Großmarkt mit Früchten.

Die Gründer Leynes Wandrey (l.) und Younis Al Damrawy (r.) mit Fruchthändler Ingmar Heuer (Mitte).
Die Gründer Leynes Wandrey (l.) und Younis Al Damrawy (r.) mit Fruchthändler Ingmar Heuer (Mitte).

„Frisch gepresster Saft enthält viel mehr Vitamin C als abgepackter“, sagt Leynes Wandrey. „Das Fach mit den Orangen wird auf zwei Grad gekühlt. Die Früchte sind maximal drei Tage im Automaten. Spätestens dann werden sie ausgetauscht.“ Die Schneide-Module und die Presse werden regelmäßig gewechselt und dann extern gereinigt.

Hamburg: Hier gibt es frisch gepressten Orangensaft im Vorbeigehen

„Einige Automaten müssen wir zweimal täglich mit frischen Orangen auffüllen, je nach Standort“, so Wandrey. Am besten laufe der Automat im „Bäderland“-Schwimmbad in Ohlsdorf. Sein Ziel sei es, die Automaten in deutschen Großstädten aufzustellen (drei gibt es schon in Berlin), an allen Bahnhöfen, in Krankenhäusern, Schwimmbädern, Unis und Einkaufszentren.

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Bisher landen die Orangenschalen noch im Biomüll. Doch auch damit hat Leynes Wandrey Größeres vor: „Es gibt die Möglichkeit, aus der Schale Kleidung herzustellen. Das werden wir angehen, wenn wir genug Automaten und Schalen haben.“