Rosa, hellblau, grün: Diese Siedlung in Pastell ist einmalig in Hamburg
Mal pastellfarben, mal knallrot, und ziemlich viel Grün ist auch dabei. Die Abkürzung FarBe für Farmsen-Berne ergibt auch wörtlich Sinn. Schön bunt ist es hier. Aber nicht nur architektonisch gibt es in diesem Doppel-Stadtteil in Hamburgs Osten viel zu entdecken.
Besondere Turnhalle
Auf den ersten Blick ist die Karl-Schneider-Turnhalle auf dem Gelände der Volkshochschule zwischen August-Krogmann-Straße und Berner Heerweg ein nüchterner Zweckbau. Sehenswert ist das Gebäude, entworfen vom Architekten Karl Schneider im Stil des Neuen Bauens in den Jahren 1927/28, auf den zweiten Blick. Wer auf die Details achtet, erkennt die Besonderheit der Proportionen mit dem flachen Kragdach und der Pfeilervorhalle. Die Halle sollte in den 1990er Jahren abgerissen werden, wurde dann aber renoviert und steht jetzt unter Denkmalschutz.
Haus in Rot
Gleich hinter der U-Bahn-Station Farmsen leuchtet es rot. Aus dem ehemaligen Gutshaus – Farmsen war mal ein kleines Dorf – ist vor einigen Jahren eine Kita geworden.
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Wohnen in Pastell
Schön bunt geht es weiter. Die Farmsener Gartenstadt, eine Siedlung aus den 50er-Jahren überrascht in Pastellgrün, Gelb, Hellblau und Rosa. Dazwischen viel Grün, wie es sich für eine Gartenstadt gehört. Sehenswert sind auch die sogenannten „Beamtenhäuser“ an der August-Krogmann-Straße, die vor 100 Jahren im Heimatstil mit Fachwerk-Elementen erbaut wurden. Hier wohnten die Leiter des ehemaligen Werk- und Armenhauses auf der anderen Straßenseite, das heute ein Altersheim ist.
U-Bahn-Kunst am U-Bahnhof Farmsen
Ein bedeutendes Kunstwerk steht vor dem U-Bahnhof Farmsen. Die Betonstele mit dem beidseitigen Relief „Der Kaiser“ stammt vom bekannten Hamburger Künstler Horst Janssen und führt hier seit 1961 eher ein Schattendasein. Leicht vermoost scheint sie von den vorbei hastenden Bahnhofsbesuchern recht wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Vielleicht ist sie einfach nicht bunt genug?
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Farbenfroh essen
In allen Farben leuchtet das Essen im syrischen Restaurant L‘Amira. Auberginen-Hähnchen-Reisauflauf, Spinat mit Ingwersauce oder Vorspeisen (Mazza) – alles kommt frisch und farbenfroh auf den Tisch (Neusurenland 1, täglich von 11.30 bis 22.30, So 10 bis 22.30).
Gutspark in Grün
Der Gutspark in Berne gehört sicher zu den schönsten Hamburger Parks – und zu den kaum bekannten Grünanlagen. Jetzt sorgen die ersten Frühlingsblumen für Farbtupfer. Teiche, einige über 200 Jahre alte Stieleichen, große Grün- und Waldflächen und mittendrin das Gutshaus im klassizistischen Stil, das auch Berner Schloss genannt wird. Das Gutshaus mit Salon, Musikzimmer, Wintergarten und Rittersaal kann für Familienfeiern gemietet werden und ist vor allem als Hochzeits-Location beliebt.
Berner Gartenstadt
Von hier lohnt ein Abstecher in die Berner Gartenstadt mit ihren Backsteinhäusern aus den 1920er Jahren. Alle Bewohner haben einen Garten. Damals waren die Grünflächen zur Selbstversorgung gedacht, heute stehen Spielgeräte zwischen Blumenbeeten und Rasenflächen. Das repräsentative Bahnhofsgebäude wenige Schritte entfernt wurde zeitgleich mit der Gartenstadt errichtet und sollte den Bewohnern das außerhalb gelegene Berne als Wohnort attraktiver machen.