Riesen-Zoff im Hausboot-Idyll! Promi-Koch steigt aus Restaurant aus
Fisch, Fleisch und Gemüse, über offenem Feuer gegrillt: Dafür steht das Restaurant „Wild Scandinavian Cooking“ – auf einem Hausboot im Sandtorhafen gelegen. Gesicht und Aushängeschild war bisher der dänische Promi-Koch Brian Bojsen. Doch nun, nur zehn Monate nach der Eröffnung, verkündet sein Küchenchef und Geschäftspartner Martin Schwarze überraschend Bojsens Ausstieg. Und der zeigt sich mächtig angefressen: Es folgt ein Schlagabtausch. Zoff im Hausboot-Idyll!
Hygge – also Gemütlichkeit und Wohlbefinden – wird im „Wild Scandinavian Cooking“ großgeschrieben. Eigentlich. Denn momentan stehen dort alle Zeichen auf Streit.
Im Juli 2024 eröffnete Brian Bojsen das Restaurant auf einem denkmalgeschützten Hausboot im Sandtorhafen (HafenCity). Der TV-Koch („Küchenschlacht“) steht für die wilde skandinavische Küche und liebt das Kochen auf offenem Feuer, gerne auch im Freien.
Brian Bojsen steigt aus Restaurant „Wild Scandinavian Cooking“ in Hamburg aus
Nun überraschte Martin Schwarze, Küchenchef des „Wild Scandinavian Cooking“, mit einer offiziellen Verkündung: Brian Bojsen sei aus dem Restaurant ausgestiegen, er selbst übernehme die Führung. Seine Erklärung: „Brian Bojsen konzentriert sich inzwischen auf andere Projekte. Er hat schon immer viele Themen gleichzeitig verfolgt und setzt nun neue Schwerpunkte“, so Schwarze. „Die Leitung liegt jetzt komplett in meinen Händen – was inhaltlich nur konsequent ist, da ich von Beginn an für das kulinarische Konzept verantwortlich war.“ Bojsen bezeichnet er als „Showman“.
Auch der Name des Restaurants ist neu: „Aska“, das schwedische Wort für Asche, stehe für „unsere besondere Art des Kochens über offener Flamme.“
Brian Bojsen zeigt sich daraufhin verärgert. „Auf dem Boot hat man sich entschieden, unter Brians langjähriger Marke, mit seinem Konzept und seinen Inspirationen weiterzumachen“, heißt es spitz in einem Posting auf einem seiner Instagram-Kanäle. „Wir wünschen der neuen Leitung, dass sie bald eigene Ideen für ein eigenes Konzept hat. Eins ist klar, die skandinavische Seele wird fehlen.“
Seinen Ausstieg erklärt er gegenüber der MOPO so: „Partnerschaften basieren immer auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, Loyalität und Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Ist das nicht mehr gegeben, so fehlt die Seele und man muss getrennte Wege gehen.“
Das könnte Sie auch interessieren: Nach nur sieben Monaten: Koreanisches Lokal schließt – das ist dort Neues geplant
Und Martin Schwarze reagiert: „Das Restaurant bzw. Hausboot ist nicht das persönliche Eigentum von Brian Bojsen. Das Restaurantkonzept ,Wild Scandinavian Cooking’ wurde im Team entwickelt, Brian Bojsen hat daran mitgewirkt“, sagt er auf MOPO-Anfrage. „Er war nicht Inhaber, sondern bei uns in einem Angestelltenverhältnis tätig. Es ist korrekt, dass es Unstimmigkeiten gab.“
Für die Gäste wird sich dagegen nicht viel ändern. „Sie dürfen sich auf noch mehr Klarheit und Tiefe im Geschmack freuen“, sagt Martin Schwarze. Die Highlights auf der Karte, wie norwegischer Heilbutt aus dem Dryager, das Rindertatar oder das Tomahawk-Steak, sollen auf der Karte bleiben. „Auch das Ambiente werden wir weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, jedem Gast einen besonderen Aufenthalt zu bereiten – ehrlich, herzlich und entspannt.“