Hamburg
Riesen-Umbruch in Altona: Was auf dem alten Selgros-Gelände entsteht
Auf dem ehemaligen Selgros-Areal in Bahrenfeld rollen die Abrissbagger. Hier soll künftig ein gemischt genutztes Quartier entstehen.
Es tut sich was auf dem 2,5 Hektar großen Grundstück an der Tasköprüstraße in Bahrenfeld: Nachdem die Großhandelskette Selgros dort ihre langjährige Filiale schloss und das Gebäude kurzzeitig als Geflüchtetenunterkunft genutzt wurde, soll auf dem Areal künftig ein gemischt genutztes Quartier entstehen.
Von dem 12.000 Quadratmeter großen Gebäude der Großhandelskette Selgros ist inzwischen nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen türmen sich Schuttberge auf dem 2,5 Hektar großen Areal an der Tasköprüstraße. Seit den 1980er Jahren betrieb Selgros dort einen Standort, bis die Geschäftsführung sich „in Anbetracht der anhaltenden unbefriedigenden betriebswirtschaftlichen Situation“ dazu entschloss, Ende 2023 den Mietvertrag nicht mehr zu verlängern.
Bahrenfeld: Selgros-Filiale diente als Geflüchtetenunterkunft
Längere Zeit war unklar, wie es auf dem Gelände weitergehen sollte. Im Jahr 2024 wurde das Gebäude für kurze Zeit als Geflüchtetenunterkunft genutzt. Doch das sollte keine Dauerlösung sein.
Eigentümer ist seit 2018 die Immobiliengruppe Captiva, die in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Altona das Bauvorhaben entwickelt haben. Auf dem nördlichen Teil des Grundstücks soll die Richard Ditting GmbH im Auftrag des städtischen Wohnungsunternehmens SAGA 426 öffentlich geförderte Mietwohnungen bauen. Im Erdgeschoss ist Gewerbe vorgesehen, dazu begrünte Innenhöfe, Spielplätze sowie eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder.
Im südlichen Teil baut das Immobilienunternehmen Aug Prien einen neuen Standort für den Halbleiterhersteller NXP Semiconductors, der bislang in Lokstedt ansässig ist. Die mehr als 800 Mitarbeiter sollen voraussichtlich 2031 einziehen. Dafür hatte der Bezirk bereits 2024 den Bauvorbescheid erteilt.
Für das Wohn- und Gewerbevorhaben von Ditting gibt es bislang allerdings noch keine Baugenehmigung. „Der Vorgang befindet sich noch in Prüfung“, sagt eine Bezirkssprecherin. Laut der SAGA soll der Bau voraussichtlich Ende 2026/Anfang 2027 beginnen.
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