Fischmarkt

Besucher gehen am Morgen über den Hamburger Fischmarkt an der Elbe. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Revolution am Fischmarkt: Das könnte sich jetzt ändern

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Die Hamburgische Bürgerschaft hat fast eine kleine Revolution angezettelt. Der berühmte Fischmarkt könnte künftig erst später starten. So sollen unter anderem neue Besucher gewonnen werden.

Der traditionelle Hamburger Fischmarkt mit seinem sonntäglichen Start um 5 Uhr morgens könnte bald Geschichte sein. Die Hamburgische Bürgerschaft hat einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen ohne Gegenstimmen angenommen.

Demnach sollen unter anderem geänderte Öffnungszeiten geprüft werden, um auch andere Zielgruppen als Nachtschwärmer zu dem seit mehr als 300 Jahren bestehenden Markt zu locken und die wirtschaftliche Grundlage des Marktes langfristig zu sichern.



Fischmarkt existiert seit mehr als 300 Jahren

Der Hamburger Fischmarkt gegenüber der Fischauktionshalle existiert seit 1703. Bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert wurden nach Angaben der Stadt auf dem Altonaer Fischmarkt neben Fisch auch Obst, Gemüse und Pflanzen verkauft. Dass der Markt auch sonntags früh geöffnet ist, liege daran, dass der frische Fisch bereits morgens vor dem Kirchgang in die herrschaftlichen Küchen gelangen sollte.

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Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind die Marktschreier, die lautstark ihre Produkte feilbieten. Zu den bekanntesten von ihnen zählt Aale-Dieter, der erstmals im Juni 1959 Fisch – vor allem Aale und Lachs – auf dem Fischmarkt verkaufte und es mit seinen Sprüchen zu bundesweiter Prominenz schaffte.

Parallel dazu war der Fischmarkt lange Zeit angesagter Treffpunkt für Nachtschwärmer aus den Clubs und Bars der nahegelegenen Reeperbahn. Genau dieses Klientel ist in der Vergangenheit aber immer weniger geworden. (dpa/mp)

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