Restaurant an der Elbe geschlossen: Betreiber sucht dringend Nachfolger
Essen mit Blick auf die Elbe: Im „Open Kitchen“ nahe des Hamburger Fischmarktes gab es saisonale Speisen mit asiatischem Touch. Doch nach drei Jahren war plötzlich Schluss – seit Ende Dezember sind die Türen zu. Geschäftsführer Frank Müller sucht händeringend einen Nachfolger. Die MOPO hat mit dem 59-Jährigen über den Stand der Dinge gesprochen.
Jakobsmuscheln auf Süßkartoffelcreme, Teriyaki-Lachs oder Blumenkohlsteak mit Misosoße: Küchenchef und Mit-Inhaber Tobias Struck bekochte im „Open Kitchen“ drei Jahre lang die Gäste mit Fisch-, Fleisch- und vegetarischen Gerichten – in einer offenen Küche. Das Fine Dining-Restaurant in der Großen Elbstraße 133 (Altona-Altstadt) war bei den Stammgästen beliebt. Auch Promi-Koch Christian Rach war hier gerne zu Gast. Doch seit Dezember ist das Lokal geschlossen.
„Open Kitchen“: Restaurant an der Elbe sucht einen Nachfolger
Tobias Struck hat das Restaurant verlassen und sich von seinem Geschäftspartner Frank Müller ausbezahlen lassen. Struck hat mit seiner Lebensgefährtin Marie-Louise Becker (auch sie arbeitete im „Open Kitchen“) ein neues eigenes Lokal in Eimsbüttel eröffnet, das „Two Alphas“. Frank Müller sucht unterdessen händeringend einen Nachfolger für das „Open Kitchen“. Über die genauen Umstände der Trennung möchte sich keiner der beiden öffentlich äußern. Auf der Webseite des Restaurants ist die Rede von „persönlichen Gründen“.
Auf der Internetseite sucht Frank Müller jemanden, der das „bewährte gastronomische Konzept fortführen oder weiterentwickeln“ möchte. „Unser Fine-Dining-Angebot wurde sehr gut angenommen und genießt einen ausgezeichneten Ruf“ wirbt er dort. Auch die Möbel stehen zum Verkauf.
Auch die Möbel des „Open Kitchen“ stehen zum Verkauf
Die MOPO fragt ihn nach dem aktuellen Stand: „Es ist schwierig, jemanden zu finden, der das Restaurant mit unseren Ansprüchen weiterführt“, so Müller zur MOPO. „Wir hatten Verhandlungen mit drei Interessenten, einer davon wurde leider vom Vermieter abgelehnt. Doch: „Wahrscheinlich wird das ,Open Kitchen’ in Kürze unter neuer Besetzung wieder aufleben.“ Noch stehe es nicht zu 100 Prozent fest, doch er sei guter Hoffnung. Das alte Konzept werde dann grundsätzlich weitergeführt. „Aber Köche sind ja auch Künstler. Natürlich hat jeder eine eigene Handschrift. Das kann also etwas abweichen.“ Auch auf das Tierwohl solle weiterhin mit Priorität geachtet werden.
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Frank Müller selbst wolle als Gesellschafter oder stiller Gesellschafter noch Teil des Restaurants bleiben, bis zur Rente. Die Stammgäste würde eine Wiedereröffnung auf jeden Fall freuen. Müller: „Einige haben immer mal wieder nachgefragt, ob und wann es endlich weitergeht.“ (sir)
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