Hamburg

Renovierung im „Atlantic“: So sehen die neuen Zimmer aus

André Vedovelli präsentiert eine modernisierte Suite im Atlantic Hotel mit Bett, Sitzbereich und Blick aufs Wasser.
Direktor André Vedovelli in der „Grand-Deluxe-Suite“.

Die Zimmer und Suiten im „Hotel Atlantic“ werden derzeit modernisiert, die Ansprüche sind hoch. Die alten Möbel können online gekauft werden.

Bis auf Udo Lindenbergs „Panik-Zentrale“ bleibt im „Hotel Atlantic“ kein Gästezimmer, wie es war – mitten im laufenden Betrieb werden sie alle erneuert. Die Herausforderung dabei laut dem Hoteldirektor: den Zauber des Grandhotels bewahren und gleichzeitig mit der Zeit gehen. Wie er das umgesetzt hat, was im „Hotel Atlantic“ noch modernisiert wird und wo man die ausgemusterten Möbel kaufen kann, hat er der MOPO bei einem Rundgang erzählt.

In einem Fünf-Sterne-Hotel wie dem „Atlantic“ wird nichts dem Zufall überlassen: „Bei den neuen Zimmern haben wir darauf geachtet, dass sie nicht nur schön, sondern auch praktisch sind“, sagt André Vedovelli und deutet auf die induktive Ladestation auf einem Nachttisch.

Vedovelli ist seit vier Jahren geschäftsführender Direktor des Hauses und verantwortet als solcher die Modernisierung der Zimmer. Neben den kabellosen Ladestationen verfügt jedes auch über eine Yogamatte im Schrank für kleine Work-outs im Zimmer. Die größeren Räume haben Sofas zum Ausklappen.

Durchschnittlich werden alle 15 bis 20 Jahre die Zimmer und Suiten im Hotel erneuert, so Vedovelli. Diese Zeit ist jetzt gekommen: Die erste Modernisierungsphase wurde zwischen Januar und März durchgeführt, 113 Zimmer und Suiten wurden umgebaut. Ab Juli geht es in die zweite Phase mit 101 Zimmern, von Januar bis März 2027 sollen dann die verbleibenden sieben Zimmer auf Vordermann gebracht werden.

„Hotel Atlantic“: Einstiegspreis für eine Nacht 359 Euro

Die Ansprüche der Gäste sind hoch, schließlich liegt der Einstiegspreis für eine Nacht in der untersten Zimmerkategorie („Atlantic Elegance“, 25 Quadratmeter) bei 359 Euro, eine „Grand-Deluxe“-Suite mit 55 Quadratmetern ist ab 649 Euro die Nacht zu haben. Im Rahmen der Modernisierung sollen die Preise nochmal etwas steigen.

„Wir haben alle beweglichen Möbel ausgetauscht. Die Resonanzen auf die neuen Zimmer waren durchweg positiv“, berichtet er. „Mit dem neuen Design knüpfen wir an unsere Tradition an und führen sie in die Zukunft. Unsere Gäste erleben weiterhin die unnachahmliche Atmosphäre des ,Hotel Atlantic‘ – genau das ist uns wichtig.

Französisches Parkett, hochwertige Teppiche

Mangelnde Qualität kann man an den neuen Räumlichkeiten schon mal nicht bemängeln: Auf dem Boden liegt französisches Parkett, hier und da mit hochwertigen Teppichen belegt, die optisch an das Meer erinnern sollen. Ein bisschen Verwunderung vonseiten der Gäste habe es wegen der großformatigen Bilder hinter den Betten gegeben, auf denen Bergmassive zu sehen sind und nicht etwa der Hamburger Hafen. Das habe aber einen einfachen Grund: „Die Gemälde sollen Ruhe, Tiefe und Entschleunigung ausstrahlen.“

Auch die Badezimmer sind Hingucker mit ihren goldenen Tapeten und Lampen und den großen Duschen. Durchschnittlich 1,6 Nächte verbringen die Gäste in den Zimmern, erzählt André Vedovelli, wobei Udo Lindenberg für diese Rechnung wohl außen vor gelassen wurde.

Aber nicht nur die Zimmer bekommen eine Auffrischung – auch der Spa-Bereich im Hotel ist derzeit aus gutem Grund geschlossen: Denn nebenan bauen die Broermann Health & Heritage Hotels, zu denen das „Atlantic“ gehört, sowie die Marriot-Group einen neuen Gebäudekomplex mit einem Hotel der Marke „Moxy“ samt neuem Wellnessbereich – und den können die „Atlantic“-Gäste nutzen.

Das Spa soll acht Behandlungsräume, zwei Saunen, einen Snow Room sowie Innen- und Außenpool auf insgesamt 1500 Quadratmetern bieten. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2028 geplant.

Besonders an der Hotel-Modernisierung und für „Atlantic“-Fans interessant ist die Tatsache, dass die Möbel aus den alten Zimmern nicht etwa auf dem Müll landen, sondern derzeit online von einer externen Firma verkauft werden. Das Angebot kommt gut an: „Vor allem Privatpersonen und kleinere Hotels freuen sich über die Möglichkeit – und wir freuen uns, dass die Möbel ein zweites Zuhause bekommen“, so André Vedovelli.

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