Hamburg
Reeperbahnfestival droht Millionen-Kürzung – Bund setzt den Rotstift an
Das Reeperbahnfestival könnte ab 2027 deutlich weniger Geld vom Bund erhalten. Einem Entwurf für den Bundeshaushalt zufolge sollen die Fördermittel gekürzt werden.
Dem Reeperbahnfestival in Hamburg drohen massive Einschnitte bei der Bundesförderung. Nach einem Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 soll das Festival statt bislang 6,275 Millionen Euro nur noch drei Millionen Euro erhalten – ein Minus von mehr als 50 Prozent.
Die geplanten Kürzungen gehen aus einem Haushaltsentwurf hervor, über den zunächst die Fachzeitschrift „MusikWoche“ berichtet hatte. Betroffen wären neben dem Reeperbahnfestival auch weitere Einrichtungen der Musikbranche. So soll die Förderung der Initiative Musik von derzeit 19,25 auf 15 Millionen Euro sinken. Auch der Festival-Förderfonds sowie der Amateurmusikfonds müssten mit deutlich weniger Geld auskommen.
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Hintergrund ist der Sparkurs des Bundes. Das Büro von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bestätigte inzwischen, dass angesichts des „verschärften Konsolidierungsdrucks“ im Haushalt mehrere Förderprogramme auf den Prüfstand gestellt worden seien. Gleichzeitig betont die Behörde jedoch, dass es sich bislang lediglich um einen Haushaltsentwurf handelt. Über die endgültige Mittelvergabe entscheidet erst der Bundestag, Änderungen sind bis dahin noch möglich.
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