Rauf aufs Wasser! Diese Ideen könnten Hamburgs Innenstadt verändern
Hamburg liebt sein Wasser. Alster, Elbe und Fleete prägen die Stadt wie kaum etwas anderes. Doch so nah das Wasser oft ist: Meist bleibt es Kulisse. Man schaut darauf, spaziert daran entlang oder sitzt am Ufer. Als Lebensraum wird es dagegen bislang nur selten genutzt. Genau darüber will die Ausstellung „Rauf aufs Wasser!“ eine Diskussion anstoßen.
Noch bis zum 17. Juli steht auf der Alsterwiese am Schwanenwik ein temporärer Pavillon des Architekturbüros Störmer Murphy and Partners. Die Ausstellung zeigt Ideen, wie Hamburg seine Wasserflächen künftig stärker nutzen könnte.
In Hamburg mit dem Wasser leben – statt am Wasser
Manche Entwürfe gehen weit über das hinaus, was heute in Hamburg vorstellbar ist – etwa die Idee, Wege über die Alster zu führen. Das Architekturbüro beschreibt seine Entwürfe als Bilder einer Stadt, die „nicht gegen das Wasser baut, sondern mit ihm“. Konkret geht es um Fragen, die Hamburg ohnehin beschäftigen: Hitze, Starkregen und der Umgang mit knappen Flächen.
Zwei Beispiele zeigen das: Auf dem Rathausmarkt soll eine Wasserfläche mit Nebel und Licht an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, ohne den Platz dauerhaft zu blockieren. Über den Alsterarkaden ist ein begehbares Gründach geplant, das Regenwasser speichern und zugleich neuen Aufenthaltsraum schaffen könnte. Die Entwürfe bleiben Visionen – sie zeigen aber, welche Rolle Wasser und Grün künftig in der Innenstadt spielen könnten.
Einige der Ideen wirken futuristisch, andere könnten tatsächlich eines Tages Realität werden. Die Bandbreite reicht von schwimmenden Gärten und Hausbooten bis zu neuen Badeorten und Wasserwegen in der Innenstadt.
„Rauf aufs Wasser!“ will zeigen, wie Hamburg seine Wasserflächen anders nutzen könnte: nicht nur als Kulisse, sondern als Raum für Wege, Treffpunkte, Grün und neue Ideen für die Stadt.
Pavillon aus wiederverwendeten Materialien
Auch der Pavillon selbst soll nachhaltig sein. Er besteht überwiegend aus Rest- und Überschussmaterialien. Die Fassadenplatten aus Faserzement stammen aus einer alten Farbcharge und können später wiederverwendet oder recycelt werden.
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Ob daraus irgendwann mehr wird als eine Ausstellung, bleibt offen. Klar ist aber: „Rauf aufs Wasser!“ stellt die Frage, wie Hamburg künftig stärker mit seinem Wasser leben könnte – und nicht nur daneben.