Radweg-Debakel: So geht es jetzt mit der Elbchaussee weiter

Der gestrichelte Radschutzstreifen auf der Elbchaussee sorgt bei Radfahrern für Unsicherheit.
Der gestrichelte Radschutzstreifen auf der Elbchaussee sorgte bei Radfahrern bisher für Unsicherheit.

Bisher war eine Fahrt mit dem Rad auf der Elbchaussee zwischen der Kreuzung Manteuffel- und der Hasselmannstraße immer ein kleines Glücksspiel: Denn dort ist die Straße so eng, dass Auto- und Busfahrer regelmäßig auf den Radweg fahren mussten, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten. Und den Mindestabstand zu den Radfahrern hielt auch kaum jemand ein. Um mehr Sicherheit für sie zu gewährleisten, stehen nun lang erwartete Markierungsarbeiten an – die auch mit einer kompletten Sperrung des Abschnitts einhergehen.

Dass der Radweg zwischen der Kreuzung Manteuffelstraße und der Hasselmannstraße zu unsicher ist, darüber wurde bereits im vergangenen Herbst geredet. Um die Markierungen zu verändern und Hinweisschilder aufstellen zu können, fehlte damals jedoch die offizielle straßenverkehrsbehördliche Anordnung von der Polizei. Dann fehlte das passende Wetter – erst jetzt, am Wochenende des 8. und 9. März, kann endlich die gestrichelte Linie entfernt werden, um Platz für Rad-Piktogramme zu machen.

Die sogenannten Sharrows sollen die Autofahrer besser auf den Radweg aufmerksam machen. Dazu kommen noch Schilder, die auf den vorgegebenen Mindest-Überholabstand von 1,50 Metern aufmerksam machen. Dieser wurde, wie die Polizei der MOPO sagte, bisher nämlich nicht immer eingehalten.

Sperrung an der Elbchaussee: Umleitungen für Auto und Bus

Laut Verkehrsbehörde wird der Streckenabschnitt dafür vom 8. März, 7 Uhr, bis 9. März, 18 Uhr gesperrt. „Die Sperrung wurde koordiniert und bewusst auf ein verkehrsärmeres Wochenende gelegt. Aufgrund des geringen Platzangebots vor Ort ist die Sperrung zwingend erforderlich, um die Arbeiten möglichst schnell durchführen zu können. Rettungsfahrzeuge können die Baustelle jederzeit passieren“, heißt es.

Hinweistafeln werden an dem Wochenende auf die Ausweichmöglichkeiten hinweisen: Der Durchgangsverkehr wird über die Schenefelder Landstraße, die Osdorfer Landstraße (B 431), den Osdorfer Weg, die Friedensallee und den Hohenzollernring geleitet. Fahrzeuge unter 3,70 Metern Höhe können außerdem die Baron-Voght-Straße und die Heinrich-Plett-Straße nutzen. In Richtung Blankenese gibt es eine Umleitung ab Sieberlingstraße über den Nienstedtener Marktplatz, den Friedensweg, die Kronprinzenstraße und den Bockhorst. Von Blankenese aus kommend, in Richtung Zentrum, kommen Autofahrer normal über die Manteuffelstraße. Für Fußgänger bestehen keine Einschränkungen.

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Eingeschränkt ist dagegen der Busverkehr: Die Bushaltestellen Winckelmannstraße und Stauffenbergstraße werden an dem Wochenende nicht angefahren. Die Linien 112 und 286 werden umgeleitet und halten ersatzweise an den Bushaltestellen Friedhof Nienstedten und Nienstedtener Marktplatz. (prei)