Triathleten fahren auf dem Rad an der Unglückstelle auf dem Gaueter Hauptdeich vorbei.

Triathleten fahren auf dem Rad an der Unglücksstelle auf dem Gauerter Hauptdeich vorbei (Archivbild aus dem Unglücksjahr). Foto: picture alliance/dpa/Georg Wendt

Ironman in Hamburg: Anwohner-Protest erfolgreich – zurück zur Todesstrecke

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Nach dem tödlichen Unfall der Ironman-EM 2023 wurde der Radkurs in den Vier- und Marschlanden verlegt – zulasten der Anwohner. Nun geht es wohl zurück auf das alte Teilstück. Aber auch die A25 ist noch im Gespräch.

Bei der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg am 7. Juni geht es nach aktuellem Stand zurück auf die Radstrecke am Deich in den Vier- und Marschlanden. Sie soll dort wieder in beide Richtungen führen. Betroffen ist davon auch der Gauerter Hauptdeich (Ochsenwerder), auf dem es 2023 zu einem tödlichen Unfall gekommen war. 

Möglicherweise eine Teilstrecke auf der A25 

Grund der erneuten Änderungen ist, dass der Rundkurs im vergangenen Jahr zu einer Einkesselung des Gebiets geführt hatte – und damit zu Ärger bei vielen Anwohnern. Nach einem Beschluss der Bezirksversammlung in Bergedorf vom vergangenen September stand die Austragung der Sportveranstaltung daher auf der Kippe. Unter anderem wurde für dieses Jahr die Einbindung der A25 gefordert.

Der Bezirk und die Ironman Group haben sich nun auf einen neuen Verlauf geeinigt, in dem die A25 keine Rolle spielt. Jörg Froh, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU–Fraktion in der Bezirksversammlung Bergedorf, erklärte: „Der jetzt vorliegende Vorschlag des Veranstalters wurde als Kompromiss und Testballon angenommen, weil durch diese Streckenführung erheblich weniger Einwohner in Bergedorf-Süd und den Vier- und Marschlanden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.“

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Die Autobahn GmbH erklärte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage jedoch, dass man sich mit der Stadt Hamburg weiter im Gespräch um eine kurzfristige Lösung mit Blick auf die Nutzung der A25 befinde.

Vor drei Jahren: Tödlicher Unfall auf dem Deich 

Für die 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heißt die aktuelle Regelung, dass sie nun doch wieder zwölf Kilometer am Elbdeich hin- und zurückfahren müssen und dabei auch jenen Abschnitt passieren, auf dem vor drei Jahren ein Begleitmotorrad mit einem entgegenkommenden Radfahrer kollidiert war. Dabei war der Fahrer des Motorrads tödlich verunglückt. Die Streckenführung wurde danach verändert. 

Die Ironman Group hat Konsequenzen aus diesem Unfall gezogen und teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen die Anzahl der Motorräder auf dem Hin- und Rückkurs in diesem Jahr begrenzt wird. Stattdessen sollen verstärkt FPV-Drohnen (First Person View) eingesetzt werden. Zudem wird es auf diesem Abschnitt keine Verpflegungsstationen mehr geben. (dpa/mp)

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