Hamburg

Proteste in Hamburg: Mercedes-Mitarbeiter wütend über Sparpläne

Der Autobauer Mercedes-Benz hat eine tarifliche Sonderzahlung für die Mehrheit der Beschäftigten auf das nächste Jahr verschoben. Jetzt wird in Hamburg protestiert. (Symbolbild)
Der Autobauer Mercedes-Benz hat eine tarifliche Sonderzahlung für die Mehrheit der Beschäftigten auf das nächste Jahr verschoben. Jetzt wird in Hamburg protestiert. (Symbolbild)

Der Autobauer hat eine Sonderzahlung weitgehend aufgeschoben. Zudem sind längere Arbeitszeiten denkbar. Die Industriegewerkschaft Metall hat deshalb zu bundesweiten Aktionen aufgerufen.

Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz haben in Hamburg wie an anderen Standorten gegen Sparpläne des Unternehmens protestiert. Nach Angaben der Industriegewerkschaft Metall Küste beteiligten sich rund 300 Beschäftigte an einem Protest am Hamburger Werk. 

Ein Gewerkschaftssprecher berichtete, es habe sich nicht um einen Streik gehandelt. Ein Streik sei nicht erlaubt gewesen, weil es einen bestehenden Tarifvertrag mit dem Unternehmen gebe. 

Mitarbeiter von Mercedes wehren sich gegen Spar-Pläne

Ein Mercedes-Sprecher sagte, die Produktion im Hamburger Werk habe sich wegen der Aktion zeitweise verlangsamt. Der Rückstand könne aber schnell wieder aufgeholt werden. Laut Website arbeiten rund 1900 Beschäftigte in dem 1935 gegründeten Werk im Bezirk Harburg.

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Im Juni ist bekannt geworden, dass Mercedes-Benz eine tarifliche Sonderzahlung für einen Großteil der Beschäftigten auf das nächste Jahr verschoben hat. Tarifverträge sehen üblicherweise solche Ausnahmen vor.

Außerdem wird bei dem Autobauer über die Arbeitszeit debattiert. Derzeit sind 35 Stunden in der Woche Standard. Nach Aussage von Aufsichtsratschef Martin Brudermüller sollten 40 Stunden in der Woche gearbeitet werden. (dpa/js)

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