Promi-Koberer wird Opfer von Internet-Piraten

Fabian Zahrt
Der Instagram-Account vom bekanntesten Kiez-Koberer Hamburgs wurde gehackt.

Er hat eine große Klappe, dicke Muskeln und ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen – aber gegen diesen Angriff war selbst ein harter Kerl wie er machtlos. Hamburgs raubeinigen Kiez-Koberer Fabian Zahrt (48) hat es erwischt. Er wurde gehackt, sein Instagram-Account übernommen, nun wird er erpresst.

Der Kiez-Koberer, der auch aus der TV-Doku „Reeperbahn privat“ bekannt ist, hat mehr als 28.000 Instagram-Follower, aber keinen Zugriff mehr auf seinen Account. Ein Hacker hat ihn kontaktiert, erpresst ihn. Immer wieder überprüft er, ob der Erpresser unter seinem Namen Bilder veröffentlicht. „Ich habe keine Lust, dass der Vollidiot auf einmal irgendwas über die AfD postet oder mich durch Posts als Corona-Leugner darstellt,“ sagt Fabian Zahrt gegenüber der MOPO.

Hamburg: Kiez-Koberer wird Opfer von Identitätsdiebstahl

Zahrt bekam im Januar eine scheinbar offizielle Nachricht von Instagram. Endlich sollte es den beantragten blauen Haken geben, das Verifizierungszeichen in der Social-Media-Welt. Dafür sollte er nur auf einen eingefügten Link klicken. Zahrt folgte der Anweisung. Auf seiner Facebookseite erschien eine Nachricht mit einer sechsstelligen Nummer, auch dort wurde eine Verifizierung gewünscht.

Doch das war ein Fehler, plötzlich hatte er keinen Zugriff mehr auf seinen Account. Per Whatsapp-Nachricht folgte eine Erpresser-Nachricht, er sollte sich melden, wenn er seinen Account wiederhaben wollte. Der Kiez-Koberer war fassungslos.

Fabian Zahrt ist keineswegs der Einzige, der Opfer von Internet-Piraten geworden ist: Laut des „Digitalbarometers 2020“ – ein Bericht zum Thema Sicherheit der Informationstechnik – war in Deutschland bereits jeder Vierte Opfer von Cyber-Kriminalität. Ungefähr ein Drittel der Betroffenen erlitt finanzielle Schäden.

Die Motivation der Täter? Persönliche Daten ausspionieren, Lösegeld erpressen, Kotrolle übernehmen. Thorsten Behrens von „Watchlist Internet“ warnt: „Es gibt Betrüger, die ein Social-Media-Profil beim Plattformbetreiber immer wieder melden, bis es gesperrt wird.“ Danach folge ein Anruf oder eine E-Mail mit einer Geldforderung, damit das Konto wieder frei geschaltet werden könne.

Instagram-Hacking: Niemals auf Forderungen eingehen

Doch wie soll man reagieren, wenn es einen trifft? Wer keinen Zugriff mehr auf sein Konto hat, sollte trotzdem versuchen, sein Passwort über die „Passwort vergessen“-Funktion zurückzusetzen. Funktioniert das nicht, sollte man sich an die Plattform wenden. Das kann jedoch lange dauern und einen aufwendigen Prozess nach sich ziehen – meist muss eine Ausweiskopie oder die Originalversion der veröffentlichen Fotos vorgezeigt werden. Wichtig ist: Die Forderungen auf keinen Fall befolgen. Und: Plattformen wie Instagram oder Facebook verlangen niemals Geld für die Freischaltung eines Kontos.

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Kiez-Koberer Fabian Zahrt wartet noch auf eine Antwort von Instagram. Er hat ansonsten alle Zugangsdaten verändert, neue Passwörter gesetzt und mit doppelter Authentifizierung abgesichert. Und die Tat angezeigt. Das LKA habe ihm jedoch keine Hoffnung gemacht: Die Täter können meist nicht gefasst werden. „Die sind auch nicht aus der Brennnesselsuppe hergeschwommen, die wissen was sie tun,“ fasst Zahrt die Umstände zusammen.

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Durch die Anzeige ist er abgesichert. Falls auf oder mit seinem Instagram-Konto etwas Illegales geschieht, kann er seine Unschuld beweisen.

Er hat eine große Klappe, dicke Muskeln und ist nicht leicht aus der Ruhe zu bringen – aber gegen diesen Angriff war selbst ein harter Kerl wie er machtlos. Hamburgs raubeinigen Kiez-Koberer Fabian Zahrt (48) hat es erwischt. Er wurde gehackt, sein Instagram-Account übernommen, nun wird er erpresst.