Preise explodiert: Darum ist Schokolade gerade so teuer

Milka Schokolade Alpenmilch
„Milka Alpenmilch“: Von Verbraucherschützern mit dem „Goldenen Windbeutel“ abgestraft.

Bittere Nachrichten für Schoko-Fans: Erst kündigt der Elmshorner Hafer-Konzern „Kölln“ an, dass sich die Füllmenge der schokoladenhaltigen Müslis künftig verringern wird. Und jetzt wurde auch noch die lila „Milka“-Schokolade mit dem „Goldenen Windbeutel“ prämiert. Der Grund: Die klassische Milka-Tafel ist kleiner geworden – und gleichzeitig teurer! Die MOPO hat bei den Unternehmen nachgefragt, wie es zu den Preisaufschlägen kommt.

Anfang Juli veröffentlicht der Flockenvertreiber „Kölln“ einInstagram-Video mit schlechten Neuigkeiten: Die Vorsitzende der Geschäftsführung, Friederike Driftmann-Egelhof, verkündet, dass die Schoko-Müslis ab sofort teurer werden – bei gleichbleibender Menge.

„Kölln“ möchte auf Qualität setzen

Auf MOPO-Anfrage begründet die Firma mit Sitz in Elmshorn nahe Hamburg die Preissteigerung mit den Herausforderungen der Branche: „Hierzu gehören vor allem die nach wie vor angespannten Rohstoffmärkte sowie Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zu immens gestiegenen Logistikkosten.“

Daher sei das Familienunternehmen zu dem Entschluss gekommen, bei einem Teil des Müsli-Portfolios die Füllmengen zu reduzieren, um auch weiterhin gute Qualität und Lieferfähigkeit zu garantieren: „Es handelt sich dabei um insgesamt sieben Müslis mit Schokolade, die aufgrund ihrer Zutaten besonders von den Preissteigerungen der Rohstoffmärkte betroffen sind, denn insbesondere der volatile Kakaomarkt stellt uns immer noch vor massive Herausforderungen.“

„Foodwatch“ schießt gegen „Milka“

„Kölln“ ist nicht das einzige Unternehmen, das aus den steigenden Kakaopreisen Konsequenzen zieht. Auch „Milka“ sorgte Anfang des Jahres für Schlagzeilen mit der Entscheidung, den Klassiker „Milka Alpenmilch“ von 1,49 Euro auf 1,99 Euro zu verteuern. Zusätzlich ist der Inhalt von 100 auf 90 Gramm geschrumpft. Die Verbraucherorganisation „Foodwatch“ hat das Unternehmen nun mit dem Negativpreis des „Goldenen Windbeutels“ abgestraft. Der Vorwurf: Die dreisteste Werbelüge des Jahres.

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Milka-Hersteller „Mondelenz“ beteuert gegenüber der MOPO: „Wir sind in einem Umfeld tätig, das komplexer und instabiler ist als je zuvor und sind weiterhin mit hohen Kosten in unserer gesamten Lieferkette konfrontiert. So haben beispielsweise die Kakaopreise ein Rekordniveau erreicht, andere Kosten wie Energie, Verpackung und Transport bleiben hoch. Das bedeutet, dass die Herstellung unserer Produkte viel teurer ist.“ Erhöhungen der Abgabepreise an den Handel seien für das Unternehmen das letzte Mittel.