In dieser Unterkunft kam es zu dem Einsatz – im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr im Durchschnitt fast zwölf Mal im Monat dorthin aus.

In dieser Flüchtlingsunterkunft kam es zu dem Einsatz – im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr im Durchschnitt fast zwölf Mal im Monat dorthin aus. Foto: RUEGA

Wieder Feuer in berüchtigter Unterkunft – mehrere Löschzüge und Notarzt im Einsatz

Erneut ist es in der Flüchtlingsunterkunft am Überseering (Winterhude) zu einem Brand gekommen: Am frühen Samstagmorgen rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot dorthin an. Auch ein Notarzt war im Einsatz. Keine Seltenheit: Im Schnitt rücken die Retter hier dreimal pro Woche an.

Gegen 5.30 Uhr löste eine automatische Brandmeldeanlage in der Flüchtlingsunterkunft aus. Kurz darauf meldete auch der Sicherheitsdienst, dass es im Treppenhaus brennen würde. Zwei Löschzüge wurden daraufhin entsandt.

Winterhude: Schon wieder Brand in Flüchtlingsunterkunft

Weitere Notrufe gingen bei der Leitstelle ein, unter anderem auch Informationen über mögliche Verletzte. Deshalb wurden weitere Löschfahrzeuge, Rettungswagen und ein Notarzt mobilisiert und nach Winterhude geschickt. Nach MOPO-Informationen hatten Fangnetze im Treppenhaus der Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Herabfallende Gluttropfen des Netzes hatten im Anschluss auf dem Flurboden entsorgten Müll in Brand gesetzt.

Die Netze waren zuvor dort aufgehängt worden, weil in der Vergangenheit wiederholt Müll aus den oberen Etagen hinuntergeworfen worden war. Zusätzlich sollen sie mögliche Suizidversuche verhindern.

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Nach rund 30 Minuten hatten die Kräfte das Feuer unter Kontrolle. Der Müll wurde rausgetragen, das Treppenhaus belüftet. Anschließend übernahm die Kriminalpolizei die Arbeiten vor Ort.

Gut möglich, dass es sich erneut um eine mutwillige Brandstiftung handelte: Im vergangenen Jahr gab es im Bereich der Flüchtlingsunterkunft für die Feuerwehr mehr als 140 Einsätze – das sind durchschnittlich nahezu zwölf Einsätze im Monat und etwa drei in der Woche. Häufig waren es kleinere Brände, die im Keller, auf den Fluren oder in den WC-Anlagen auftraten. Fast immer war es Brandstiftung. Im laufenden Jahr 2026 musste die Feuerwehr schon 26 Mal zu der Unterkunft ausrücken. (dg/ruega)

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