Hier fliegen die Funken! Die Arbeiter tragen hauptsächlich Lederkluft, um sich davor zu schützen.

Bauarbeiten an der Sternbrücke: Hier wurde in der Nacht zu Samstag Kupfer geklaut (Archivbild) Foto: Florian Quandt

Sternbrücken-Baustelle: Riesiger Kupfer-Klau – doch die Diebe werden beobachtet

Die Hamburger Polizei hat in der Nacht zu Samstag vier Männer festgenommen, die Kupfer klauen wollten – und das offenbar im großen Stil. Betroffen war vor allem die große Sternbrücken-Baustelle.

Zivilfahndern war gegen 0.41 zunächst ein ungewöhnliches Fahrzeug an der Max-Brauer-Allee aufgefallen: Sie entschieden sich, die Situation zu beobachten.

Kupfer-Klau an der Sternbrücken-Baustelle: Festnahme

Kurz darauf bemerkten sie vier Männer, die offensichtlich etwas in das Auto verluden. Anschließend verstauten sie die „Ware“, die sie offenbar von der Baustelle der neuen Sternbrücke trugen, noch in ein zweites Auto. Es folgte der sogenannte „Zugriff“: Die Polizisten stellten die vier Männer im Alter zwischen 23 und 42 Jahren und nahmen sie fest. Beamte der Bundespolizei waren zuvor als Unterstützung angefordert worden.

Während die Personalien aufgenommen wurden, wurden auch die zwei Fahrzeuge durchsucht: Bis zu einer Tonne Kupferrollen wurden darin sichergestellt. Die Männer hatten die Ware wohl vorrangig von der Sternbrücken-Baustelle. Möglich ist aber auch, dass sie an mehrere Baustellen im Stadtgebiet Halt machten.

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Drei der vier Männer konnten keinen festen Wohnsitz nachweisen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die Ermittlungen und wollte das Quartett im Anschluss in U-Haft bringen. Zusammenhänge zu anderen Fällen werden geprüft.

Kupfer-Klau ist in der öffentlichen Wahrnehmung oft eine Randnotiz, aber Kupfer ist in bestimmten Kreisen sehr gefragt, vor allem auf dem internationalen Rohstoffmarkt. Organisierte Banden operieren in ganz Europa, sie klauen Kupfer auf Masse und verkaufen es unter der Hand. Auch in Deutschland kam es zu teils spektakulären Fällen. (dg)

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