Tausende Vergehen: Polizei stoppt Falschparker, Geisterradler und E-Scooter-Fahrer
Im Februar führte die Hamburger Polizei erneut verstärkte Verkehrskontrollen unter dem Motto „Mobil aber sicher“ durch. Dabei erhielten neben tausenden Falschparkern auch zahlreiche E-Scooter-Nutzer und Radfahrende ein Knöllchen.
Hamburg verändert sich: Laut einer Polizeisprecherin hat sich die Zahl der Radfahrenden in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Hinzu kommen die rund 19.000 Leih-E-Scooter, die in den vergangenen Jahren für etwa zwölf Millionen Fahrten genutzt wurden. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Autos auf den Straßen der Hansestadt.
Weil bei dieser Masse natürlich auch Verkehrsverstöße absehbar sind, setzte die Hamburger Polizei im Februar verstärkt auf Kontrollen. Rund 1200 Einsatzkräfte überprüften insgesamt 4908 Fahrzeuge und 3360 Personen – mit einer langen Liste an festgestellten Verstößen als Ergebnis.
Tausende Falschparker abgezettelt
Bei den Kraftfahrzeugen wurden unter anderem 14.566 Falschparker erfasst. Weitere Verstöße umfassten 229 Rotlichtfahrten, 167 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 125 verbotswidrige Wendemanöver oder Abbiegungen sowie 291 Personen, die während der Fahrt telefonierten. Außerdem wurden 25 Autofahrer gestoppt, weil sie Gehwege nutzten, 18 Mal waren Kinder im Auto nicht korrekt gesichert, und 23 Fahrer standen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.
Auch bei den Zweiradfahrern wurden zahlreiche Verstöße festgestellt: 38 Radfahrer ignorierten rote Ampeln, 13 nutzten während der Fahrt ihr Handy am Lenker, und zehn fuhren als Geisterradler auf der falschen Fahrbahnseite. Vier weitere wurden beim Radeln auf dem Gehweg gestoppt.
Immer mehr Bußgelder für Zweiradnutzer
Fußgänger stürzen immer wieder über falsch abgestellte E-Scooter. Daher überprüften die Beamten auch diese Fahrzeuge und ihre Fahrer: 27 Knöllchen wurden für falsch oder behindernd abgestellte Scooter ausgestellt, 13 Fahrer wurden gestoppt, weil sie zu zweit unterwegs waren, und drei, weil sie eine rote Ampel missachteten.
Zusätzlich wurden 627 Meldungen erstellt, da Verkehrsteilnehmer entweder keinen Führerschein oder Fahrzeugschein mitführten oder technische Mängel an ihren Fahrzeugen festgestellt wurden.
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Die Polizei betont, dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt, sich im Straßenverkehr verantwortungsbewusst und aufmerksam zu verhalten. Die Einhaltung der Verkehrsregeln reduziert das Risiko, in Unfälle verwickelt zu werden oder verletzt zu werden, erheblich.
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