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Vergewaltigung in Harburg: Angeklagte feiern sich im Gericht

MutmasslicheVerwageltigerHarburg

Zwei der Tatverdächtigen im Vergewaltigungsprozess. Sie sollen eine 14-Jährige missbraucht und in diesem Hinterhof abgelegt haben.

Foto:

Ruega/HFR

Die Arme in Siegerpose hochgereckt, das Grinsen breit, der Gang betont machomäßig. Egal ob aus pubertärer Unsicherheit oder aus Überzeugung – der Auftritt der vier jungen Männer, die aus der U-Haft in den Gerichtssaal treten, ist schwer erträglich. Der älteste, Bosko P. ist 21 Jahre alt. Als er den Saal betritt, winken die Mitglieder seiner Großfamilie im Zuhörerraum, werfen Küsschen. Seine drei Mitangeklagten sind zwischen 14 und 16 Jahre alt.

Sie alle sollen am 11. Februar 2016 eine 14-Jährige missbraucht haben. Das einzige Mädchen auf der Anklagebank, 15 Jahre alt, soll die unfassbaren Taten mit ihrem Handy gefilmt haben. Sie ist wegen Beihilfe und unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Was die Anklage schildert, zeugt von einer kaum vorstellbaren Verrohung der jungen Angeklagten. Demnach lag die 14-Jährige, „an Alkohol nicht gewöhnt“, schwer betrunken auf einem Sofa in einer Harburger Wohnung. Die Angeklagten sollen sich spontan entschlossen haben, das wehrlose Mädchen zu missbrauchen. Bosko P. und Alexander K. (16) sollen Geschlechtsverkehr mit ihr gehabt haben, die beiden anderen Flaschen und eine Taschenlampe in das Opfer eingeführt haben. Das Mädchen soll zeitweise geschrien und sich übergeben haben.

Anschließend sollen sie das geschändete Mädchen zur Wohnungstür getragen haben. Bosko P. soll den Körper auf ein Laken gelegt und in den Hof geschleift haben. Hier ließen sie das Opfer liegen, nahezu unbekleidet bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dann, so die Anklage, „verabschiedeten sie sich mit ‚Hau rein‘ und verließen den Tatort.“ Das Ablegen des Körpers im Hof wertet die Staatsanwaltschaft als gefährliche Körperverletzung. Die Anklage geht davon aus, dass den Jugendlichen die Gefährlichkeit zwar bewusst war, sie aber ernsthaft darauf vertrauten, dass schon jemand  aus den umliegenden Wohnungen dem Mädchen helfen werde. Sonst wäre die Tat ein versuchter Totschlag.

Weil vier der fünf Angeklagten minderjährig sind, wird der Prozess bis zur Urteilsverkündung unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.


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