Totes Kind in Baden-Württemberg – Spur führt zu berüchtigter Unterkunft in Hamburg

Totes Kind in Unterkunft am Überseering entdeckt – Behörden weichen Fragen aus
Die Flüchtlingsunterkunft am Überseering in der City Nord macht seit Monaten Schlagzeilen. Zum Jahresende sollte sie geschlossen werden, aber daraus wird nun wohl nichts.

Immer wieder Brände, Schlägereien, Menschen, die dort unter fragwürdigen Bedingungen leben. Ein Feuerwehrmann, der an mehreren Einsätzen beteiligt war, appellierte in der MOPO vor einigen Wochen an die Verantwortlichen: „Holt doch wenigstens die Kinder da raus.“ Nun gerät die Unterkunft am Überseering in Winterhude erneut in die Schlagzeilen.

Der Fall kommt ins Rollen, als die MOPO von einem Rettungseinsatz erfährt: Am 28. Februar gegen 16.30 Uhr wird die Feuerwehr in die Unterkunft gerufen. Nach MOPO-Informationen steht der Einsatz im Zusammenhang mit dem Tod eines Kindes. Doch die Behörden halten sich bedeckt. Die Feuerwehr verweist an die Hamburger Polizei, doch auch dort gibt es keine näheren Auskünfte. Eine Sprecherin teilt lediglich mit, Hamburger Beamte seien in Amtshilfe für die Kripo Reutlingen tätig gewesen. Dort würden die Ermittlungen geführt. Die Reutlinger Polizei bestätigt zwar das Verfahren, macht zum Hintergrund aber keine Angaben.

Mutter in Winterhude gefasst – zwei weitere Kinder in Klinik

Schließlich erfährt die MOPO, worum es geht: Es hat tatsächlich ein totes Kind gegeben. Der Todesfall ereignete sich allerdings nicht in Hamburg, sondern in Baden-Württemberg. Nach der Mutter des Kindes wurde gefahndet. Ermittler finden schließlich heraus, dass sie sich in der Unterkunft am Überseering aufhält. Die Reutlinger Kollegen bitten die Hamburger Polizei, die Frau aufzusuchen.

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Bei ihr waren zwei weitere Kinder, die sich in so schlechtem Zustand befunden haben sollen, dass sie in eine Klinik gebracht wurden. Mehrere Tage soll sich die Frau in der Unterkunft am Überseering aufgehalten haben. Die Sozialbehörde und die städtische Unterkunftsbetreiberin Fördern & Wohnen äußern sich zurückhaltend. Auf MOPO-Anfrage hieß es lediglich, die Frau und ihre Kinder seien „zu Besuch“ in der Unterkunft gewesen.

Transparenzhinweis: In einer vorherigen Fassung des Artikels stand in einer Bildunterschrift, das Kind sei in Hamburg tot aufgefunden worden. Diese Angabe wurde korrigiert.