Hafenbahn Bus Wilhelmsburg

Die Zerstörung am Linienbus zeigt deutlich die Wucht des Aufpralls. Foto: André Lenthe

Tödlicher Bus-Unfall in Hamburg: Polizei korrigiert eigene Angaben

Ein Linienbus will im Hamburger Hafen von einer Rangierlok gerammt. Bei der Kollision stirbt eine junge Frau. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache.

Nach der tödlichen Kollision eines Hamburger Linienbusses mit einer Lok der Hafenbahn sucht die Polizei weiter nach der Unfallursache. „Die Ermittlungen dazu dauern weiter an“, sagte eine Polizeisprecherin. Sie korrigierte damit eine frühere Angabe des Polizei-Lagedienstes, wonach der 61-jährige Busfahrer das Rotlicht an dem unbeschrankten Bahnübergang im Stadtteil Wilhelmsburg missachtet habe. 

Bei dem Unfall am Freitagnachmittag war eine 19-Jährige ums Leben gekommen. Sie habe in dem Bus als Fahrgast gesessen und sei noch an der Unfallstelle gestorben. 

Busunfall in Hamburg-Wilhelmsburg: Mehr als 80 Feuerwehrleute im Einsatz

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden der Busfahrer und ein anderer Fahrgast im Alter von 36 Jahren schwer verletzt. Vier weitere Passagiere erlitten leichte Verletzungen. Sie alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Die drei Insassen der Rangierlok erlitten einen Schock. Die Feuerwehr hatte die Verletzungen des Busfahrers zunächst als lebensbedrohlich eingestuft. Inzwischen bestehe keine Lebensgefahr mehr, hieß es am Sonntag von der Polizei.

Die Hafenbahn und der Linienbus kollidierten auf einem unbeschrankten Bahnübergang. Marcus Golejewski/dpa
Lok fährt in Linienbus
Die Hafenbahn und der Linienbus kollidierten auf einem unbeschrankten Bahnübergang.

Der Bus fuhr laut Polizei auf der Nippoldstraße, die parallel zur östlichen Rampe der Köhlbrandbrücke verläuft, in Richtung Neuhöfer Damm, als zur gleichen Zeit die Rangierlok aus Richtung Roßdamm kommend den Bahnübergang passierte. Die Buslinie 152 verbindet den Fähranleger Neuhof am östlichen Ufer des Köhlbrands mit den S-Bahnstationen Wilhelmsburg und Harburg Rathaus. Die Feuerwehr war mit mehr als 80 Mann im Einsatz.

Es war nicht der erste Unfall an dem Bahnübergang

An dem Bahnübergang ist es in der Vergangenheit bereits zu Unfällen gekommen. Im Juli vergangenen Jahres gab es einen Zusammenstoß zwischen einer Rangierlok der Hafenbahn und einem Lastwagen, bei dem zwei Menschen leicht verletzt wurden. Rund 17.000 Liter Sojaöl liefen aus. 

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Im Mai 2023 sorgte die Kollision eines Sattelzugs und einer Eisenbahn für einen Schaden im sechsstelligen Bereich. Auch damals soll der Lastwagenfahrer die rote Ampel am Bahnübergang übersehen haben, als er in Richtung Neuhöfer Damm fuhr und eine Hafenbahn von links kam. Der Fahrer erlitt einen Schock, die übrigen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Auf der Kartenansicht von Google Maps ist der Bahnübergang nicht eingetragen. (dpa)

Anm.d.Red.: Die Polizei hat ihre Angaben korrigiert. Zuvor hatte es geheißen, der Busfahrer habe mutmaßlich das Rotlicht an dem Bahnübergang missachtet.

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