Stromabnehmer von S-Bahn brennt: Zwei Züge evakuiert – Verkehr läuft wieder an
Zwischenfall bei der S-Bahn in Altona-Nord: In der Nähe des Bahnhofs Diebsteich sind am Montagabend drei Züge auf freier Strecke liegengeblieben. Bei einem hat ein Stromabnehmer angefangen zu brennen. Es kam zu massiven Verspätungen auf allen Linien.
Laut Feuerwehr handelte es sich zunächst um zwei Züge der Linien S2 und S5, die gegen 18.49 Uhr nahe der Straße Plöner Stieg liegengeblieben waren. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Das Feuer am Abnehmer erlosch selbstständig.
S-Bahn bleibt auch in der Sternschanze liegen
Dennoch wurden aus beiden S-Bahnen 115 Personen unverletzt evakuiert. Sie wurden in einem Großraumrettungswagen und zwei herbeigerufenen HVV-Bussen betreut. Gegen 20.50 Uhr war der Einsatz dann beendet.
In der Folge kam es dann im Bereich der S-Bahn-Haltestelle Sternschanze zu einem weiteren Stillstand eines Zuges, weil der Strom zuvor für die Bergung abgestellt worden war. Hier befanden sich laut Feuerwehr etwa 200 Fahrgäste in der Bahn, sie mussten aber nicht evakuiert werden. Der Strom lief wieder an und die Bahn konnte die Fahrt bis zum Bahnhof Sternschanze fortsetzen.
Verspätungen auf allen S-Bahn-Linien in Hamburg
Laut Deutscher Bahn kam es zu Verspätungen auf allen S-Bahn-Linien. Den Grund umschrieb der Konzern mit „technischen Störungen“. Züge wurden durch den Citytunnel über die Haltestelle Jungfernstieg geleitet. „Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit innerhalb der Innenstadt auch die U-Bahnen und Linienbusse“, riet die Bahn ihren Fahrgästen.
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Das Unternehmen richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Zwischen Holstenstraße und Stellingen war ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis eingerichtet. Die S3 fuhr im Pendelverkehr zwischen Pinneberg und Stellingen. Die S5 und die S7 fuhren bis Altona durch den Citytunnel.
Am Folgetag läuft der S-Bahn-Verkehr wieder planmäßig, weitere Störungen gab es nicht.
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